Computer-Viren kann man auch ohne Download-Klick bekommen

  • Bevor es ein privat nutzbares Internet gab, konnten sich Computerviren eigentlich nur über Datenträger (damals Disketten) verbreiten.
    Irgendjemand schrieb einen Virus. speicherte ihn auf eienr Diskette und gab diese dann weiter.


    Dumm, wer einfach eine Kopie von einem Anderen annahm - es gab noch kaum Virenschutzprogramme und Gesetze gegen Raubkopien gab es auch noch kaum - also wurde alles kopiert, was nicht kopiergeschützt war.
    Doch die Verbreitungsgefahr war nicht allzu hoch. Es gabe eben kaum Möglichkeiten, solche Computerviren weltweit zu verbreiten - dafür haben sie sich bis heute gehalten.
    Disketten wurden später auf CDs gebrannt und mit ihnen auch die "historischen Viren" ... die damit auch heute noch kursieren können.


    Doch dagegen helfen die aktuellen Virenschutzprogramme.

  • Die nächste Art der Verbeitung begann mit dem "Vorläufer des WWW", dem sogenannten "Usenet".


    Dort gab/gibt es sogenannte "Mailboxen"
    Man könnte sie mit heutigen Foren vergleichen.
    Dort sendeten sie die Teilnehmer diverse selbst entwickelte Programme zu.


    Die Gruppen waen jedoch nicht offen, so dass die Programme keine extrem weite Verbreitung erlangten.
    Nachdem man sie im Usenet erhalten hatte, wurden sie nur inenrhalb dieses netzes weiter gegeben oder eben auf Datenträgern.


    Das "Usenet" gibt es auch heute noch - und genau wie damals kommt man dort nicht einfach "rein", sondern benötigt dazu spezielle Zugangsanbieter.
    Das Usenet ist weitgehend unverändert/usprünglich geblieben. Ohne Zugangsanbieter würde man sich wohl kaum dort zurechtfinden, da es anders als das WWW aufgebaut ist.

  • Mit der Verbreitung von E-Mail begann die erste "große Virenverbreitung".
    Mit der Annahme von Dateien "holte" man sich sozusagen den Virus auf den eigenen Rechner.
    Dieser konnte sich danach dann auf dem gleichen Weg an alle gespeicherten Mailadressen weiter verbreiten.


    Auch heute noch gilt:
    Nimm keine Daten von unbekannten Absendern an.


    Da es heute auch andere Virenarten gibt, sollte man sogar vermeiden, Mails von Unbekannten sorglos zu öffnen.

  • Nun sind wir fast in der Gegenwart angekommen....


    Mit dem Internet stand die Plattform bereit, auch Viren massenhaft und weltweit anzubieten.
    Noch galt jedoch die Regel: "Nimm nichts an, was du nicht wirklich kennst"


    Daran heilt sich jedoch kaum einer. Es wurde "kopiert was das Zeug hielt"... imemr noch gab es keine offiziellen Kopierverbote und dementsprechend gab es auch entsprechend viel (verseuchtes) Material.


    Die "historischen Viren" bekamen eine "Second Chance".
    Sie verbreiteten sich über die "Kopierrechner" endlich auch weltweit auf vielen Computern.

  • Nachdem das Internet zum Standardgebrauch jedes Computers wurde, etablierten sich auch die Virenschutzprogramme.
    Wer heute ins Internet geht ohne einen Virenschuitz installiert zu haben ... könnte genauso in den Lauf einer geladenen Waffe schauen, den Abzug betätigen und darauf hoffen, dass sich kein Schuss löst.


    Anti-Virenprogramme gehören heute zur Grundausrüstung jedes Computers.


    Für Nutzer von Linux-Systemen gilt übrigens:
    Bleibt auf dem Laufenden und lasst euch über die neusten Entwicklungen informieren.
    Längst schon sind auch diese Systeme betroffen. Es gibt die ersten Virenschuitzprogramme und die Entwickler von Linux-Systemen geben Verhaltensmaßregel gheraus... die man unbedingt beachten sollte.


    Linux-User müssen erfahren, dass ihr Betriebssystem jetzt all das nachholen wird, was andere Computersysteme auch erfahren mussten.. nur läuft die Entwicklung rasant schnell ab und dauert nicht wieder rund 3 Jahrzehnte... denn das ist der Zeitraum vom dem wir bisher geschrieben hatten.

  • Als die Computer immer besser abgesichert wurden, begann auch eine andere Art der Virenverbreitung.
    Es war eine Kombination aus persönlicher Datenweitergabe und dem Internet+ Mail:


    Peer-to-Peer (P2P) Tauschbörsen entstanden.
    Man verband sich über das Internet direkt mit anderen Nutzern, bot dort seine eigenen Dateien an udn "holte sich was man brauchte" direkt vom Rechner des Gegenübers.


    Virenprogrammierer nutzten diese Möglichkeit sehr oft um Virendirekt auf andere Rechner zu bringen.
    Oft waren die P2P-Zugänge nicht durch das Antivirenschutzprogramm überwacht und so kontnen sich alle Arten von schädlichen Codes direkt auf dem rechner einnisten udn von doert aus weiter verbreiten.


    Tauschbörsen haben heute den Ruf der Illegalität.
    Nach den Tauschbörsen wurden Messenger benutzt, um Daten auszutauschen.


    Eigentlich mal dazu gedacht, nur in Echtzeit Nachrichten auszutauschen, sind sie heute der "inoffizielle Nachfolger" der P2P-Netzwerke.
    Hier werden aktuell wohl noch mit die meisten Daten ausgetauscht.. und je nach Qualität des Virenschutzprogrammes.. können auch jetzt noch auf diese Art Viren eingeschleust werden.

  • Nun sind wir in der "Jetztzeit"= Gegenwart angekommen....


    Bisher musste man irgendwie immer ein Datenpaket annehmen oder abrufen (downladen).
    Entweder dadurch dass man ganz bewusst auf etwas klickte oder dadurch, dass das eigene internetzugangsprogramm solche Daten automatisch abrief bzw. einen Direkt-Fernzugriff oder Codeausführung gestattete.


    Das hat sich jetzt gravierend geändert !


    Es genügt, wenn sich auf einer Inetrnetseite eine kleine Befehlszeile befindet (von der de Seitenbetreiber oft nicht einmal weiß).
    Eine solche kleine Zeile ist normalerweise nicht sichtbar.


    Es handelt sich in der Regel um einen kleinen Befehl. der wieder einen anderen aufruft, dern wieder den Nächsten aufrusft usw.
    Eine Abfolge von Tausenden kleiner Befehle.. die am Ende im eigentlichen Schadcode/Virus enden.. und die der eigene Rechner nicht anzeigen kann.


    Ab jetzt wird es kritisch....
    Der eigene Rechner muss unbedingt durch alle möglichen Updates auf dem neuesten Stand gehalten werden udn auch das Virenschutzprogramm darf nicht älter als ein paar Tage sein.



    Wie so ein getarnter Virencode aussieht und was er so macht.. das kann man sehr gut z.B. unter http://www.heise.de/security/a…-Pizzadienst-1017983.html nachlesen.


    Dort hat ein Fachmann einmal den Ablauf eines einfachen Codes verfolgt.. und erst nach Abertausenden an kleinen Einzelbefehlen kommt dann erst "der Viren-Hammer"

  • Heute ist keine Dateiannahme oder Abruf (Download) mehr nötig um einen Computervirus zu bekommen.


    Und was dieser Virus dann macht, das bleibt allein der Fantasie des Entwicklers vorbehalten.


    Er kann
    - sich auf die eigene Internetseite verbreiten
    - sich selbst per Mail verschicken
    - sich selbst per P2P versenden
    - Dateien befallen, die per Messenger verschickt werden
    - Sicherheitskopien befallen
    - einfach nur der Anfang einer großen Virenwelle sein indem er nur andere Viren aus dem Internet holt
    - den eigenen Rechner fernsteuern und zum Teil eines Schadensnetzwerkes (Bot-Net) machen.. und damit ohne Wissen des Besitzers andere Computer angreifen.


    Oder er macht das alles gleichzeitig und zerstört danach alle Daten auf der eigenen Festplatte.



    Willkommen in der Computer-Viren-Gegenwart.
    :thumbsup: