Hammer verliert den Kopf

  • Ob neuer Hammer oder "altes Teil" .. es kann immer mal wieder passieren, dass der Hammerkopf wackelig wird und/oder sich sogar komplett löst.


    Bei Hämmern gibt es zwei "Grundarten"
    Massenfertigung mit Stielen aus Kunststoff oder Metall.

    Bei diesen wird der Hammerkopf während der Herstellung am Stiel befestigt. Das kann bedeuten, dass sich der Stiel am Kopfende nicht erweitert. Im Laufe der Zeit kann sich die Verbindung lösen und der Hammerkopf kann über den Stiel hinwegrutschen.

    Wenn sich der Hammerkopf vom Stiel löst, wird es gefährlich, denn schon beim nächsten Schlag kann der Kopf vom Stiel rutschen und "im freien Flug" Menschen verletzen.


    Was nun ?


    1) Hammer mit dem Stiel kräftig auf den Boden stoßen. (Der Hammerkopf muss dabei oben sein)
    Jetzt hat man wieder Sicht auf das obere Ende des Stiels... bzw. man kann für einige Zeit weiter arbeiten ... bis sich der Kopf eben wieder nach oben verschoben hat.



    2) Fehler suchen und beheben

    Ist der Stiel aus Metall, kann man ihn mit starken Schlägen (durch einen anderen Hammer) oberhalb des Hammerkopfes wieder so weit verformen, dass er sich weitet. Das wird (zumindest) das Abrutschen vom Stiel verhindern.
    Bleibt nur noch das Problem, dass der Hammerkopf dann immer noch auf die eigenen Finger rutschen kann. Das schmerzt dann auch, ist aber nicht mehr wirklich gefährlich.


    Wenn das Weiten keinen Erfolg bringt, muss ein neuer Stiel (aus Holz) her. Dazu siehe weiter unten "Einstielen"


    Der "klassische Hammer" hat einen Stiel aus Holz, bei dem der Stiel oberhalb des Hammers durch einen Keil erweitert wird. Dieser wird anders repariert.


    a) Im Steil befindet sich noch ein Keil/Splint, der aber etwas heraus gerutscht ist
    Wir stoßen den Hammer mit dem Stiel wieder auf den Boden, so dass der Hammerkopf nach unten rutscht.
    Beim "klassischen Hammer" verdickt sich der Stiel nach unten. Dadurch kann der Kopf nicht auf die Hände rutschen.


    Die starken Schläge sorgen dafür, dass sich der Kopf unten festkeilt. Am Oberen Ende verringert sich gleichzeitig der Druck, so dass wir jetzt den Keil wieder (tiefer) einschlagen können.


    Fehler b) Im Stiel befindet sich kein Splint/Keil aus Metall mehr
    Der Keil drückt den Stiel oben so weit auseinander, dass der Kopf nicht mehr über sein Ende rutschen kann. Der Keil muss sofort ersetzt werden. In diesem Zustand ist ein Hammer "nur gefährlich"


    Fehler c) Keil vorhanden aber Holz ausgetrocknet
    Hammer für einige Stunden in einen Eimer mit Wasser stecken. Dadurch quillt das Holz wieder auf und der Hammer kann wieder benutzt werden.


    Fehler d) Stiel einfach zu alt
    Neuen Stiel kaufen (Keil nicht vergessen) und Hammer neu einstielen.

    3) Neuen Stiel anbringen
    (Einstielen)
    Keil entfernen, Kopfende des Stiel zusammendrücken und Hammerkopf darüber schieben.
    Hammer mit dem Stiel kräftig aufstoßen, Keil anbringen und tief einschlagen.
    Im Notfall nimmt man einen kleinen Meißel, damitg der Keil so tief wie möglich eingeschlagen werden kann und den Stiel am Kopfende auseinander spreizt

    Bearbeitung 28.11.2014 durch "Ratgeber" :
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