Opel: Motorkontrollleuchte brennt - Steuereinheit defekt ? Fehlercode P0607

  • Der Opel Vectra scheint eine Macke zu haben, die öfters vorkommt: Die Motorkontrollleuchte brennt.


    In der Regel fährt man in die nächste Werkstatt, lässt die Elektronik auslesen und erfährt dann, welcher Defekt vorliegt.
    Ein Offline-User hat das bei seinem Wagen machen lassen.
    Diagnose: Motorsteuergerät defekt. Kosten für das Auslesen: Rund 50 Euro


    Natürlich wollte er nicht gleich Unsummen investieren. So ganz traute er der Diagnose nicht.
    Die nächste Werkstatt. Noch einmal auslesen lassen. Wieder die gleiche Diagnose. Erneut 40 Euro futsch.


    Ein dritter Versuch kostet dann nur noch 30 Euro, erbrachte aber das gleiche Ergebnis.


    "Fahr du doch mal den Wagen"
    Okay, machen wir mal. Zu der Zeit fuhr ich noch einen Diesel. Gegen den fuhr sich jeder Benziner zäh.
    Der Wagen beschleunigte zwar nicht wie ich es gewohnt war, jedoch konnte ich sonst nichts Besonderes feststellen.
    Irgendwie fehlte dem Wagen nur der Durchzug. Mehr war nicht zu bemängeln.


    Ich wäre den Wagen an seiner Stelle weiter gefahren, bis sich wirklich ein Fehler bemerkbar macht. Obwohl er jedoch kurz vorher sehr viel Geld hinein gesteckt hat, hat er den Wagen voller Panik für ein paar Hundert Euro verkauft.


    [hr]


    Einige Monate später kaufte ich mir einen anderen Wagen. Zufälligerweise war es auch ein Vectra, jedoch in einer anderen Karosserievariante.


    Keine Probefahrt, nur einmal Motor anhören.
    So etwas mache ich nur bei Händlern, bei denen ich genau weiß, dass ich ihnen trauen kann.
    Gekauft, losgefahren und gerade einmal 2 Kilometer weiter begrüßt mich zuerst das ABS und dann die Motorkontrollleuchte mit fröhlichem Leuchten als neues Herrchen. :joker:


    .....


    Sofort umgedreht und zurück zum Händler gefahren.
    "ABS-Leuchte liegt nur an der langen Standzeit. Das gibt sich wieder"


    Das mit der Standzeit stimmte. Ich hatte den Wagen schon 1/2 Jahre vorher stehen gesehen. Zu der Zeit war er mir aber zu teuer gewesen.


    "Die Motorkontrollleuchte ist eine typische Opel-Macke. Das macht überhaupt nichts"
    Okay. Durch den User wusste ich, dass da eventuell eine riesige Reparatur auf mich zukommen könnte. Ich vertraute jedoch der Aussage des Händlers.


    ABS-Leuchte ? Ja sie ging irgendwann wieder aus. Die Aussage stimmte also.
    Die Motorkontrollleuchte ging nicht aus. Das war ja auch nicht versprochen worden. Es gab jedoch auch keine Auswirkungen.


    Ca. 8.000 Km später gab es ein leichtes Klackern. Okay, ein altes Auto.
    Rund 10.000 Km nach Kauf gab es dann aber wirklich ein Problem: Der Wagen riegelte bei 3.100 U/min ab. Mitten auf der Autobahn kein Vergnügen.



    Kerzen defekt ? Wechseln wir besser mal aus. Danach war das "Durchzugsvermögen" identisch schwach, wie es beim Wagen des Online-Users gewesen war.
    Dadurch, dass ich den Wechsel aber selbst gemacht hatte, wusste ich aber auch, dass der Wagen aktuell nur auf 3 Zylindern lief.


    Es stellte sich heraus, dass eine der 4 Zündspulen defekt war. Zündbrücke getauscht und Reset der Fehlerspeicher. Zum ersten Mal erlosch die Kontrollleuchte.
    Wenn der Fehler noch vorhanden wäre, müsste die Kontrollleuchte danach eigentlich wieder aufleuchten. Das geschah jedoch nicht wieder.


    [hr]
    Fazit ?
    Die Motorkontrollleuchte weist auf eine Störung beim/am/im Motor hin. Ist eine Zündspule defekt, stimmt die Motorsteuerung natürlich auch nicht.
    Die Fehlerausgabe muss also zwangsweise die Motorsteuerung als fehlerhaft melden.


    Wen ihr also mal so eine Fehleranzeige habt, lasst das Fahrzeug nicht auslesen, sondern sucht den Fehler besser nach "altherkömmlicher Methode":
    - Zündkerzen prüfen und ggfs. tauschen
    - Zündspulen einzeln prüfen (Zündbrücke prüfen)


    Erst wenn du sicher sein kannst, dass die sekundären Systeme in Ordnung sind, solltest du daran denken, (kostenpflichtig) den Fehlerspeicher auslesen zu lassen.


    Motorsteuergerät reparieren lassen ?
    Kann man machen. Kostet ab 125 Euro + Ausbau + Einbau + Steuern. Das Prüfen allein kostest aber auch schon sehr viel. Wenn dabei herauskommt, dass das Steuergerät keinen Fehler hat, stehst du genauso schlau wie vorher da.
    Irgendwie macht das also keinen großen Sinn.


    Direkt reparieren lassen ? Dazu muss natürlich auch erst der Fehler gefunden werden.
    Sei vorsichtig ! Wenn das Steuergerät nicht reparaturbedürftig ist, wird es eben nicht repariert, sondern nur die Fehlerspeicher geleert. Bezahlen musste du die "Reparatur" eventuell doch.

    WENN du die Diagnose bekommst, dass die Motorsteuerung defekt ist, lass es dir schriftlich geben.

    Falls die Diagnose völlig falsch war - und du deshalb eine neue Steuereinheit kaufst und einbauen lässt - und der Fehler ist danach immer noch vorhanden, eröffnet dir das nämlich die Möglichkeit, wenigstens einen Teil der Anschaffungskosten zurück zu erhalten.
    Steuereinheiten kosten sehr viel Geld. Gegen eine Fehldiagnose sollte man sich deshalb besser absichern.
    Mach es deinem Anwalt leichter, entstandene Schäden für dich wieder einzuklagen zu können indem du dir eben alles von der Diagnose-Firma schriftlich geben lässt.
    Fachleute müssen für ihre Diagnosen gerade stehen und haften.

  • Nachträgliche Information:
    Wenn ihr einen Fehler ausgebügelt habt, lasst den Diagnosespeicher auf jeden Fall löschen. Damit wird das behobene Problem auch gelöscht.


    Es kann aber durchaus sein, dass noch weitere Fehler vorliegen. Obwohl die Kontrolle eigentlich sofort wieder Alarm schlagen sollte, kann es sein, dass das nächste (oder ein noch vorhandenes) Problem doch erst einige Zeit später wieder gemeldet wird.


    In meinem Fall ging die Lampe jetzt 5 Tage später wieder an, als es wieder wärmer wurde. Mir ist jetzt natürlich klar, dass immer noch ein weiterer Fehler vorliegt.
    Durch das Löschen des Fehlerspeichers wird beim Auslesen aber der Fehler besser eingegrenzt. Jetzt lohnt sich also das Auslesen lassen. Lieder fehlt mir die Zeit für den Werkstattbesuch. Da die Lampe rund 10.000 Km brannte und es keine Probleme gab, hoffe ich, dass es sich nur um eine kleine Störung handelt, die keine Auswirkungen hat.


    Natürlich werde ich weiter berichten.


    Da ich jetzt weiß, dass die Fehleranzeige vorhandene Fehler nicht sofort wieder anzeigt möchte ich eine Warnung schreiben.


    WARNUNG !
    Wer einen Opel Vectra gebraucht kauft, sollte sich schriftlich zusichern lassen, dass kein Fehler in der Elektronik vorliegt und dass der Fehlerspeicher nicht gelöscht wurde.




    Es ist sonst denkbar, dass der Fehlerspeicher einfach vor dem Kauf gelöscht wurde um einen Fehler zu vertuschen.
    Wenn die Lampe nicht sofort angeht, bedeutet es nicht, dass kein Fehler vorliegt.


    Die schriftliche Zusicherung sorgt dafür, dass ihr ein Rücktritsrecht habt, weil der Vertrag nicht eingehalten wurde. Dann braucht ihr keinen Anwalt zu bemühen, der den Vertrag wegen arglistiger Täuschung anfechten muss. Bekannte und vorhandene Fehler muss man nämlich spätestens beim Verkauf direkt sagen bzw. darauf hinweisen.

  • Heute war wieder einmal "Werkstatt-Tag".
    Wie ich merke, hatte ich vergessen zu beschreiben, weshalb ich die Motorkontrollleuchte nicht mehr weiterhin ignorierte:


    Der Wagen war sozusagen in den Notbetieb gegangen. Bei knapp über 3.000 U/min. riegelte der Motor ab und nahm kein Gas mehr an. Auf der Autobahn bedeutet das, dass es bei 112 km/h keine Beschleunigung mehr gab. Überholvorgänge wurden damit ein Geduldsspiel bzw. völlig unmöglich.


    Da ich nur alle zwei Wochen Langstrecke auf der Autobahn fahre, und die nächste Fahrt erst einen Tag nach meinem letzten Bericht anstand, war ich natürlich gespannt gewesen.
    Ab auf die Autobahn. Gas geben und abwarten ob der Motor wieder abriegelt. Schon nach 2 Km mit Tempo 130 km/h wurde ich wieder herunter gedrosselt.


    [hr]
    Dem Mechaniker hatte ich vom Problem geschrieben gehabt und auch das was ich als Fehlerursache vermutete.
    Die möglichen Fehler hatte ich mir aus dem Internet zusammen gesucht und den, der bei diesem Fahrzeugalter die höchste Wahrscheinlichkeit hatte, angegeben.


    Fehler im Luftmassenmesser durch poröse Schläuche im Bereich des Sensors.


    Einen Schlauch hätte ich ja selbst wechseln können, wenn ich gewusst hätte, welcher das ist *lach*
    Bloß gut, dass ich das nicht selbst probierte. Ich hätte mich dumm und dusselig nach dem ca. 10 cm langen Mini-Schlauch gesucht.


    Diesmal zuerst den Fehlerspeicher auslesen lassen. Die OBD (On Bord Diagnose) zeigte nur allgemeines Wischi-Waschi als Fehler an. Mehr als "Auto kaputt" konnte man daraus nicht entnehmen.
    Es stellte sich heraus, dass der Schlauch wirklich sehr porös gewesen war. Fehlerspericher löschen und Schlauch ersetzen.


    Nach dem Wechseln des Schlauches musste ich jetzt aber wissen, ob das den Fehler wirklich behoben hatte. Trotz massiven Starkregens musste ich also auf die Autobahn, um zu sehen, ob der Motor wieder abriegelt.


    Auf dem letzten Teil der Zufahrt zur Autobahn konnte ich schon einmal testen, ob der Motor erneut abriegeln würde. Motor hoch gezogen bis > 4.000 U/min. Der Motor riegelt nicht ab. Dann auf die Autobahn. 120 km/h, 130 km/h .. einige Minuten später setzt erneut die Motordrosselung ein.
    Gleichzeitig leuchtet jetzt aber eine andere Warnlampe auf: Das "Werkstattsymbol".


    Erneutes Auslesen vom OBD: "Fehlercode P0607 Steuergerät Funktion eingeschränkt" wurde angezeigt. Auch das Auslesen eines besseren Lesegerätes brachte keine Änderung in der Meldung.


    [hr]
    Es schien jetzt also kein Weg darum herum zu führen. Ich würde wohl das Steuergerät reparieren lassen müssen. Zum Glück kannte die Werkstatt einen Spezialbetrieb ca. 40 km entfernt. Da muss ich dann Montag wohl einen Termin ausmachen.


    Bis dahin wollte ich versuchen, den Fehler vielleicht doch etwas einzukreisen. Hier sollte mir das Internet weiterhelfen. In meiner mehrstündigen Recherche las ich, was andere schon gemacht hatten, wenn dieser Fehler angezeigt wurde.
    Einer hatte wirklich alle Sensoren und auch das Steuergerät ersetzt. Selbst Motorteile waren ersetzt worden. Trotz diesem massiven Teiletausch zeigte seine OBD immer noch P0607.


    Mir kam der Verdacht auf, dass es also mit dem Tausch des Steuergerätes wohl nicht erledigt sein würde. Auf mich würden wohl sehr viele Werkstattbesuche zukommen ?
    Der Schreiber berichtete dann aber auch, dass er am Ende noch einen Ölwechsel durchgeführt hat. Danach wurde der Fehler nicht mehr angezeigt.
    Auch bei anderen wurde gemeldet, dass der Fehler nicht mehr an gezeigt wurde, wenn man Öl nachgefüllt hatte.


    Zitat


    Kann es sein, dass die Motorkontrollleuchte an geht, wenn man zu wenig Öl hat ? Es gibt doch noch eine Ölkontrollleuchte, die dann eigentlich leuchten müsste. Die leuchtete aber bei keinem.


    Obwohl es eigentlich keinen Sinn ergibt, schaute ich nach, wie viel Öl der Wagen noch hat.
    Ach da ist der Fehler: Ich brauche einen neuen Ölmessstab. Meiner ist zu kurz, um an das Öl heran zu kommen :joker: :loool:


    Tatsächlich war komplett kein Öl mehr vorhanden. Die Öl-Warn-Leuchte ist in Ordnung, leuchtet aber nicht. Ähnliches hatte ich ja auch im Internet gefunden gehabt.


    WARNUNG:
    Wenn die Motor-Warnleuchte angeht, schaut zuerst nach wie der Ölstand ist. Auf die Öl-Warnanzeige ist kein Verlass !


    Zum Glück hatte ich in meinem Werkzeugkoffer 1 Liter Öl dabei. Beim letzten Wagen brauchte ich es nie, aber beim vorletzten musste ich dauern Öl nachkippen. Bloß gut, dass ich den Liter nicht als "brauch ich jetzt nicht mehr" zu Hause stehen hatte. Der 16 Jahre alte Wagen bekam nun also das teuerste Öl ( 0 - W40) eingetrichtert ... und wie der sich darüber freute :2thumpup:


    Schon dieser Liter reichte aus, dass das ganz leichte Ruckeln verschwand, das ich auf die Motorsteuerung geschoben hatte. Jetzt noch schnell eine ganze Kanne Öl kaufen, um den Ölstand auf normal zu bekommen.
    Gesagt, getan. Morgen früh werde ich dann erneut eine reine Testfahrt auf der Autobahn absolvieren, um zu sehen ob das vielleicht schon geholfen hat.


    [hr]
    Zwischenergebnis:
    Bisher habe ich
    - die Kerzen gewechselt. Die hatten es wirklich nötig gehabt. Kosten ca. 36 Euro


    - die Zündanlage gewechselt. Eine Zündspule war defekt gewesen. Kosten 109 Euro.
    - Motoröl nachgefüllt. Komplett leer gewesen, auch wenn die entsprechende Warnanzeige nicht leuchtete. Kosten 15 Euro für einen 5-Liter-Kanister 0-W 10 aus dem Teilehandel.


    Werkstatt-Aufwand:
    - Zündbrücke prüfen und ersetzen
    - Luftmassenmessschlauch ersetzen
    - 3maliges Auslesen und Zurücksetzen der OBD
    Kosten insgesamt: 20 Euro


    Bisher halten sich die Kosten also noch in akzeptabler Höhe. Ich habe dabei bisher auch schon gelernt, dass bei Opel weder Warnleuchten noch OBD zu trauen ist.
    Nur auf deren Basis würde ich wahrscheinlich gleich am Anfang das Steuergerät gewechselt haben und mir dann während der Suche, was wirklich los ist, den Motor ruiniert haben.


    PS:
    Es war natürlich meine eigene Dummheit, dass ich vorrangig den Warnanzeigen vertraut habe und nicht der alten Autofahrer-Regel



    Zitat


    Wenn der Wagen ein Problem mit dem Motor hat, prüfe immer zuerst den Ölstand - auch wenn er scheinbar nichts damit zu tun hat.




    Ich bin bisher privat alle Motor-Arten gefahren vom normalen Otto-Motor über Boxer-Motor, Diesel-Motor bis hin zum Wankel-Motor. Privat und beruflich bin ich faktisch schon alle Marken gefahren, die einen "Motor mit Dach drumherum" anbieten. Was sich Opel mit seinem Warnsystem aber beim Opel Vectra (B) geleistet hat, gehört in den Schrott.


    Bei allen Herstellern (und Motoren) dient die Öl-Warnleuchte dazu vor zu niedrigem Ölstand zu warnen. Öl ist das Blut des Motors. Das muss er immer ausreichend haben, damit er nicht stirbt. Beim Opel Vectra geht aber eher jede andere Lampe an als die für das Öl.


    Statt der diversen sowieso nutzlosen Lämpchen würde faktisch ein einziges genügen: "Achtung"
    Im Handbuch würde man dann diesen Text lesen müssen:


    >> Wenn die Lampe "Achtung" leuchtet, rechnen Sie mit allen möglichen Problemen. Wenn Sie nicht weiter wissen, fragen Sie uns bitte nicht. Eher hilft ein Gebet als dass unsere Systeme Ihnen sagen können, was der Grund für die Fehleranzeige ist <<
    :thumpdown-ani:

  • Wie versprochen, hier die Testfahrt:
    4 Km zur Autobahn, der Motor ist warm.
    Normales Beschleunigen, Wechsel auf die mittlere Spur. 120 km/h für eine kurze Weile. Das ist in etwas der Wert, an dem der Motor sonst in den Notbetrieb ging. Danach auf 150 km/h beschleunigt.


    Nach ca. 20 Km runter von der Autobahn eine Schleife ziehen und in der Gegenrichtung wieder auffahren. Hier jetzt direkt die 150 km/h anvisiert und gefahren.


    Der Wagen riegelt nicht ab, Warnleuchten blinken nicht auf. Rund 40 km Testfahrt haben mir die Sicherheit gegeben, dass das Hauptproblem nicht an einem Defekt an der Steuerplatine lag. Die Steuereinheit ist in Ordnung. Sie hat nur das gemacht was sie machen sollte um den Motor zu schützen.

  • Rund eine Woche später habe ich noch die Deckel-Dichtung ersetzen lassen. Die alte undichte war der Grund für den Ölverlust gewesen.


    Im vergangenem Monat bin ich mehrere Tausend Kilometer gefahren. Der Motor läuft rund und es macht auch nichts aus, dass die Motorkontrollleuchte immer noch brennt.



    Der Fachmann wird mir jetzt wahrscheinlich immer noch zur Reparatur des Steuergerätes raten wollen.
    Hat ein Auto jedoch ein bestimmtes Alter erreicht, lohnen sich mache Reparaturen einfach nicht mehr. So lange es läuft und sicherheitstechnisch in Ordnung ist, kann man sich diverse Kosten sparen.


    Man sollte diverse Fehler einfach hinnehmen und "damit leben lernen". Man sollte sich jedoch nicht damit befassen, diverse Warnleuchten komplett deaktivieren zu wollen. Sie haben trotzdem einen Sinn und es ist auch beim späteren Wiederverkauf ehrlicher, einen Fehler anzeigen zu lassen als ihn verschweigen zu wollen.

  • Im Dezember hatte ich ein Defekt am Kupplungssystem.
    Dabei ließ ich sowohl den Geberzylinder als auch das Ausrücklager tauschen. Damit ich auf Nummer sicher gehen konnte, ließ ich auch gleich die Kupplung selbst mit tauschen. Wie sich herausstellte, hätte die noch nicht getauscht werden müssen.


    Auch diese Reparatur hatte keinen Zusammenhang mit der Motorsteuerung gehabt. Die Kontrolleuchte brannte daher auch später noch lustig weiter.
    Nachdem der Wagen einige Tage gestanden hatte, wollte ich mal eben die Fernbedienung wieder neu aktivieren.
    Gesagt, getan. Danach ging die Motorkontrollleuchte aus und die ABS-Lampe brannte für einen Tag.
    Einen weiteren Tag später erlosch die ABS-Leuchte wieder. Ab jetzt gab es keinerlei Warnsignale mehr.


    Abschließend kann ich heute nun sagen:
    Mit jeder Reparatur wurde jeweils ein kleiner Fehler behoben, der aber nicht im Zusammenhang mit der Motorsteuerung stand. Am Ende schaltete sich die Warnung von selbst ab, ohne dass der angezeigte Fehler (Motorsteuergerät defekt) behoben wurde.