Das DIW schlägt vor, dass sich die Babyboomer-Rentner einfach durch einen Babyboomer-Soli gegenseitig unterstützen.
Noch einmal einen Blick darauf werfen --> Wie das Rentensystem begann und warum es Probleme gibt <-- alles klar?
Du bist mit 18 Jahren in die Arbeitswelt eingetreten. Das Rentenalter wurde so weit angehoben, dass es fast schon bei deiner durchschnittlichen Lebenserwartung angekommen ist. Mit 67 Jahren hast du 49 Arbeitsjahre überlebt. Dir bleiben nur wenige Jahre, in denen du wenigstens noch einen kleinen Teil deiner selbst geleisteten Rentenzahlung zurückbekommen könntest.
Zitat"Gib mal was von deiner Rente ab, damit es anderen Arbeitsjahre-Überlebenden etwas besser geht"
meint wenigstens das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und will, dass man ab einer gewissen Rentenhöhe eine Abgabe zahlen soll, die dann denen zugutekommt, die sehr viel weniger Rente bekommen.
Zitat"Erst zahle ich 49 Jahre lang die Renten der vorherigen Generation, die pro Familie 4-5 Kinder hatte.
Jetzt soll ich von meiner Rente dann auch noch die Rente meiner eigenen Generation finanzieren."
Ob das DIW überhaupt eine Ahnung davon hat, dass solche Soli und Steuern eben NICHT den Rentner der gleichen Generation zugutekommen, die weniger haben?
1) Steuern und Soli sind nicht zweckgebunden
Die erste Solidaritätsabgabe wurde eingeführt, damit sie die damals "neuen Bundesländer" beim wirtschaftlichen Aufbau unterstützen sollte. Sie musste jedoch auch viele später weitergezahlt werden - und einige müssen es sogar heute immer noch - obwohl der damalige "Aufbau Ost" schon lange abgeschlossen ist.
Einfache nur eine zusätzliche Abgabe, die dorthin verteilt wird, wo man es gerade als nötig erachtet.
2) Es gibt nur ein einziges Rentensystem
Egal was und von wem als Rentenzahlung geleistet wird, es fließt immer ins gleiche System.
Das Rentensystem berechnet sich nach dem Durchschnittsverdienst der Generation, die noch keine Rentner sind. Hat man vor der Rente den Durchschnitt verdient, bekommt man jeweils 1 Rentenpunkt. Das ist die Bemessungsgrundlage der eigenen späteren Rente.
Arbeitet man währenddessen noch weiter, erwirbt man weitere Rentenpunkte, die die eigene Rente noch erhöhen können.
Es wird nicht mehr ausgezahlt, nur weil mehr Geld im System ist - und ganz gezielt an die, die weniger bekommen schon einmal gar nicht.
Im Rentensystem war sogar schon einmal so viel Geld, dass daraus sogar Geld in den Staatshaushalt abgeflossen ist.
Frei nach dem Motto "Der Staat hat ja immer etwas dazu getan. Jetzt ist viel Geld da, das gar nicht benötigt wird. Da ist es ja nur gerecht, wenn das auch wieder an den Staat zurückfließt"
Kann es sein dass die Allgemeinbildung über Steuern, Abgaben und Soli im Durchschnitt bei der Bevölkerung höher ist, als es im DIW der Fall ist?
Oder es ist das gleiche Wissen vorhanden, aber man will dem Rest der Bevölkerung eine weitere Abgabe unter einem neuen Deckmantel unterjubeln.
Erst die Soli-Lüge "für den Aufbau Ost" und nun die nächste Soli-Lüge "damit andere Rentner deiner Generation mehr bekommen"?
Das DIW ist kein "soziales Institut". Das DIW hat nur das Ziel, die Wirtschaft zu fördern.
Dieses Ziel wird u.a. dadurch erreicht, indem man möglichst viel Geld aus anderen Quellen generiert, Geld, das die Wirtschaft dann nicht mehr aufbringen muss.
Die normale Bevölkerung trägt schon lange Kosten, die die Wirtschaft nicht tragen will.
Die Wirtschaft weigert sich mit der Begründung, dass es sie zu sehr schwächt. Die Kosten sind aber nun einmal da. Wenn die Wirtschaft sich weigert, muss sie eben der Rest der Bevölkerung tragen.
Netzentgelte, Strompreise, Wassergeld, Abwassergebühren, Müllentsorgung sind nur ein paar wenige Beispiele, bei denen man selbst nachrechnen kann, dass die Hauptverursacher bei identischer Einheit geringe Kosten als normale Bürger haben.
Die Wirtschaft spart Kosten auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung
Obwohl die Milliardengewinne zunehmend steigen, werden Tausende Arbeitnehmende entlassen, damit man sich "neu aufstellen" kann. "Wir brauchen die Leute ja nicht mehr, wenn das später anders ist."
Deshalb werden jetzt schon Werke geschlossen .... und dafür andere im Ausland in Betrieb genommen.
Die Firmenzentralen werden in andere Länder ausgelagert, um in Deutschland weniger oder gar keine Steuern mehr zahlen zu müssen.
Die Wirtschaft schädigt das Rentensystem!
Mit jeder Entlassung fallen erst einmal Arbeitgeber + Arbeitnehmeranteile weg, die sonst in die Rentenkasse fließen würden. Bis eine neue Arbeitsstelle gefunden wurde, kommt absolut Null in die Rentenkasse.
Auf der anderen Seite heult man jedoch herum, dass es einen Fachkräftemangel gibt und verlangt Förderprogramme - erfahrene Fachkräfte, die man vorher zwar hatte, aber lieber entlassen hat, weil man ja unbedingt "frisches Blut" haben wollte und die bisherigen Fachkräfte "sowieso nicht mehr lange bis zur Rente haben".
Ach ... wer es noch nicht weiß:
Ab dem Alter von 40 Jahren, wird man schon als "zu alt, um noch etwas Neues zu lernen" eingeschätzt.
Wenn es aber nach dem Lernwillen und der entsprechenden Fähigkeit geht, müsste man sehr vielen Menschen neue Ausweise ausstellen.
Lernunfähig und unwillig = Geburtsjahr zurückdatieren. Der 30jährige Vollhonk würde direkt zum 65jährigen, der kurz vor der Rente steht.
Lernwillig und fähig = Geburtsjahr vordatieren. Der geistig immer noch agile 65jährige wird auf 30 Jahre zurückgesetzt ... und soll noch weitere 37 Jahre auf seine Rente warten <<--- bisse bekloppt?
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