2024 hatten wir im Garten mehrere Probleme gleichzeitig:
viel zu viel Regen
- Tomatenpflanzen vertragen Wasser von oben oft nicht so gut
- für Unkraut ist es aber der reinste Wachstumsturbo
= schlechte Kombination. Trotz vieler Tomatenpflanzen war es eher eine Ostereisuche als eine Ernte
viel zu trocken
- das Unkraut bekam den nächsten Turbo und seine Samen wurden von überall her angeweht
- die Früchte, die Wasser zum Wachsen brauchen, bekamen jetzt kaum mehr etwas und bleiben klein
= super Ernte, wenn man Unkraut mag. Ansonsten blieb alles nur mickrig klein
Wildtiere im Garten
- kaum waren die Gemüsepflanzen groß genug, wurden sie auch schon abgefressen
- sobald sie nachgewachsen waren (wie z.B. Salat) kamen die Wildtiere auch wieder pünktlich zum Abfressen an
= wir haben faktisch nur Wildfutter für die lieben Tierchen angebaut
2025 sollte alles ganz anders werden.
Ich holte mir ein paar leichte Gewächshäuser aus dem Baumarkt und bereitete alles so vor, wie es unter Gewächshaus aufbauen (Anleitung) zu sehen ist
Zu viel Regen --> gibt es nicht mehr
Viel zu trocken --> gibt es auch ohne Gießen nicht mehr
Wildtiere ---> haben keine Chance, erneut alles abzufressen
Unkrautsamen --> können nicht hereingeweht werden und bleiben deshalb draußen
Gewächshaus 1)
Ein Hochbeet hinein gestellt + diverse Kohlsorten angepflanzt. In alten Blumenkästen wurde Salat für das 2. Gewächshaus vorgezogen.
Gewächshaus 2)
Das sollte das "Salathaus" werden. Ein paar erste Pflanzen gekauft und dann später immer wieder Nachschub aus dem 1. Gewächshaus gepflanzt
Gewächshaus 3)
Hier sollten vorrangig Tomatenpflanzen wachsen
Am Anfang sah auch alles noch sehr gut aus.
Die Pflanzen in den Gewächshäusern kamen viel früher in den Garten als sonst und hatten dadurch einen Wachstumsvorsprung.
Die Tomaten bekamen keinen Regen ab. Zur Gegenkontrolle pflanzte ich später draußen noch andere an. Die sollten ruhig alles abbekommen.
Mit der Zeit machten sich aber die Fehler bemerkbar
Nr.1 offengelassen und gedacht, das würde gut sein. War es auch .. für die Kohlschädlinge, die dadurch hineinkonnten.
Nr.2 Der Salat ließ sich gut an, aber die Tomaten bekamen nicht genügend Sonne ab.
Nr.3 "ging so". Die ersten Tomaten konnte ich dort pflücken. Insgesamt bleiben die Pflanzen aber ziemlich klein.
Die Pflanzen, die direkt außen angesiedelt worden waren, waren jedoch schon fast zu Büschen angewachsen.
Die größten Fehler waren aber, dass ich nicht daran gedacht hatte, dass es auch noch andere Schädlinge gibt, die unter dem Gewächshaus hinein oder direkt aus der Erde im Gewächshaus herauskommen.
Eine Plage aus Nacktschnecken empfand alle Pflanzen als Bereicherung ihrer Speisekarte.
Maikäferlarven krochen hervor und beteiligten sich am Festgelage.
Das Unkraut kroch auch von außen hinein und breitete sich dort, wo es irgendwie feucht wurde, rasant aus.
Doch schon wieder nur Wildtierfutter angepflanzt.
Diesmal ohne Chance, dass man selbst etwas davon essen könnte. Spätestens wenn man einen Salat hereinholt und beim Abwaschen unzählige Nacktschnecken in der Hand hat, vergeht wohl jedem der Appetit. ![]()
(Das Bild davon erspare ich euch lieber)
Gewächshaus 1 wurde heute "abgeerntet"
Die Kohlrabi haben schon vor Wochen dankbare Abnehmer gefunden.
Aus dieser Menge an Grünzeug konnten nur noch ein paar Köpfe Kohl gerettet werden.
Ein relativ großer Hase begleitet mich mittlerweile immer wieder von der Tür bis in den Garten und wenn ich aus der Richtung ankomme, sehe ich ihn auch mir entgegenkommen. Der kleine Racker wird sich demnächst riesig freuen dürfen.
Das Gewächshaus steht jetzt offen, sodass er es sich daraus sein Futter holen kann.
"Gibst du jetzt auf?" - "Nein, aber ich lerne aus meinen Fehlern und mache es beim nächsten Mal einfach besser"