Freistaat Bayern will Wassercent einführen


  • „Es dient dem Schutz des Wassers“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

    Jeder, der Grundwasser entnimmt, soll zukünftig 10 Cent pro Kubikmeter (m³) zahlen.


    Das geht eigentlich nur die an, die Grundwasser entnehmen:

    - wer einen eigenen Brunnen hat

    - Unternehmen und Firmen

    - Wasserzweckverbände

    - Wasserversorger


    Die ersten 5.000 qm³ sind frei und danach kostet es.


    Für den "landwirtschaftlichen Hofbetrieb", die Fischerei, zum Kühlen oder zur Nutzung erneuerbarer Energien (wie z.B. Wärmepumpen) fällt keine Gebühr an.

    Wenn Wasser aus Flüssen und Seen entnommen wird, ist es auch kostenlos. Wird es jedoch für die Trinkwassergewinnung verwendet, ist es nicht mehr kostenlos.


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    Es gibt keine Zähler, mit denen man die Entnahmemenge feststellen könnte ... und das soll auch nicht geändert werden.


    Es genüge „die Glaubhaftmachung der tatsächlich entnommenen Menge an Wasser“, heißt es im Kabinettsbericht. Und: Es gelte „der Grundsatz von Vertrauen und Selbstverantwortung“.


    Der Freistaat Bayern erhofft sich dadurch Mehreinnahmen von 80 Millionen Euro im Jahr, die natürlich zweckgebunden sind:

    - allgemeiner Wasser- und Trinkwasserschutz

    - Verbesserung der Wasserqualität

    - nachhaltige Bewässerungsmaßnahmen


    Eine Auswirkung auf den Wasserverbrauch wird es aber nicht haben, da die größten Wasserverbraucher das Wasser weiterhin ohne Zusatzkosten aus Flüssen und Seen entnehmen können.

    Der größte Wasserverbraucher in Bayern ist ein Chemiekonzern und verbraucht alleine 42 Millionen m³ Wasser jährlich.



    Wer aber meint, das wäre schon viel --> da geht noch viel mehr

    In NRW verbraucht ein Energiekonzern pro Jahr 490 Millionen qm³. Wenn er 2030 seinen Hauptbetrieb einstellt, könnte das Wasser ja endlich anders genutzt werden. Dann entnimmt er aber für die nächsten 40 Jahre 567,6 Millionen m³ pro Jahr.


    In Baden-Württemberg verbraucht (auch) ein Energiekonzern 715 Millionen m³ pro Jahr.

    Das ist auch nur ein Bruchteil dessen, was ein Chemiekonzern in Rheinland-Pfalz verbraucht --> 1,347 Milliarden m³ pro Jahr


    Das sollten die mal beim teuersten Wasserversorger in Deutschland beziehen... 3,73€/m³


    Die Heinrich Böll Stiftung hat das alles mal recherchiert. Den kompletten, und schockierenden, Überblick kann man mal da nachlesen

    --> https://www.boell.de/de/2025/0…and-wasserknappheit-droht