Den "Großversuch" habe ich aber noch vor mir ... eine ganze Rasenfläche komplett abtragen, tiefer legen und neu einsäen.
Das werde ich aber erst dann machen, wenn der Boden weich, aber noch nicht komplett durchnässt, ist.
Da ich leider einen Fehler in der Speicherkarte meines Smartphones hatte, sind leider alle Fotos davon verloren gegangen.
Planung:
Ich beginne im August und kann dann den neuen Rasen noch so rechtzeitig einsäen, dass das Wetter das Bewässern übernimmt.
Realität:
Ab August begann es dauernd zu regnen. Keine Lust, durchnässte Erde abzutragen. Also bestellte ich mir einen Bagger, der dann hoffentlich auch die Erde entsorgen würde.
Wochen später war der Bagger immer noch nicht gekommen.
Mit blieb nichts anderes übrig als es dann doch per Hand zu probieren.
- Benzinrasenmäher auf unterste Stufe gestellt.
Der sollte ruhig Erde mähen. Dieser Rasen sollte ja weg.
- Vertikutierer auf die tiefste Stufte gestellt.
Auch hier ging es nur darum, so viel wie möglich abzutragen.
Jetzt alles erst einmal umgraben. Der Rasen ist schon seit einem halben Jahrhundert da und hat dementsprechendes Wurzelwerk.
Am Anfang ließ sich eigentlich noch alles ganz gut an.
Graben und direkt auf die Schubkarre schaufeln. Die volle Karre kam dann auf deb Bereich von oben. Da war sowieso zu wenig Erde.
Nach einem Drittel traf der Spaten immer öfters auf harten Widerstand. Mal waren es Steine und mal Wurzelwerk der Büsche, die entlang des Rasens standen.
Irgendwann kam ich an die alte Sickergrube aus Beton. Ich wusste, dass da eine war, hatte sie jedoch an einer anderen Stelle vermutet.
War sie auch nicht, Das war nur der Beobachtungsschacht. Einen Meter weiter tauchte der große Deckel auf, aus dem die damals immer wieder entleert werden musste.
Den zuerst gefundenen kleinen Betondeckel hatte ich gleich schon als Ständer für eine Schale eingeplant gehabt. Für diesen 160cm großen Betondeckel musste ich mir etwas Neues einfallen lassen.
DER war aber der Grund, weshalb es keine Rasenfläche, sondern ein Rasenhügel war, den man faktisch nicht mehr mähen konnte.
Umgraben, mit dem Vertikutierer zerkleinern und dann in die Schubkarre schaufeln.
Kubikmeter für Kubikmeter habe ich alles per Hand abgetragen. Schubkarre für Schubkarre brachte ich immer wieder hinters Haus.
Das Wurzelwerk von Büschen hatte schon länger für Probleme gesorgt. Dass Gerät hat sie faktisch wie Spaghetti gezogen und um die Zinken gewickelt. 15 Minuten arbeiten und 30 Minuten sehen, dass man die Wurzeln da wieder rausbekommt.
Endlich ist der Boden fast auf Höhe der Rasenkantsteine. Jetzt noch den Vertikutierer tiefer greifen lassen, damit der Boden schön locker wird.
*Schepper* er ist auf Stein gestoßen. Einer der Zinken ist verbogen und ließ sich auch später nicht mehr richten.
Das war nur der erste der Steine ... denn: Später stellte ich fest, dass der ganze Bereich mit Bauschutt gefüllt ist.
Bloß gut, dass der Bagger nicht gekommen ist. Der hätte gleich tief gegriffen und dann Ladung für Ladung Erde und Steine ans Tageslicht befördert.
Vergessen wir die Idee, mit dem weiteren Tieferlegen.
Aber wenigstens auf Höhe der Rasenkantensteine sollte es ja wohl klappen.
Ja, das funktionierte für .... 2 Meter. Danach tauchten 30-50cm Beton auf, mit denen die Rasenkantsteine gesetzt worden waren.
Ich kam mit dem Rasen also gar nicht an die Rassenkantsteine heran. Auf Beton wächst ja nicht so besonders viel.
Umplanung
Ich brauche etwas, was den Bereich füllt. Okay, Pflanzsteine ... aber auf Rasenhöhe.
Die ersten 5 Steine waren gesetzt. Plötzlich stiegt der Betonbereich aber an. Die Pflanzsteine mussten auch höher .. und immer wieder höher.
Das hätte ich auch ohne die viele andere Arbeit vorher haben können. *grrrr*
Na endlich. 52 große Pflanzsteine sind gesetzt. Alle sind perfekt "im Wasser".
"Welche Pfuscher haben damals hier den Gehweg und die Straße gebaut?"
Die Pflanzsteine sind genau waagerecht gesetzt, aber es sieht so aus, als wenn sie bergauf laufen würden während der Gehweg abfällt.
Alle Steine wieder raus. Jetzt sind die Rasenkantsteine die Richtline. Immer den gleichen Abstand halten.
Jetzt ist es total schräg, sieht aber gerade aus.
So oft hatte ich mittlerweile schon umplanen müssen, dass ich jetzt auch keine Blumen mehr in den Pflanztöpfe haben wollte, sondern später eine kleine flache Hecke.
Ein Hecke braucht viel Wasser.
Da ich aber keine Lust habe, im Sommer Wassereimer zu schleppen, habe ich direkt beim Setzen der Steine darunter auch noch einen Schlauch eingebracht.
Sobald eine Bewässerung benötigt wird, brauche ich nur den Schlauch im jeweiligen Pflanzstein freilegen und kann daran dann irgendeinen Auslauf anzubringen.
Mittlerweile war es zu spät geworden, den neuen Rasen einzusäen.
Alles hatte über den Winter Zeit sich zu setzen.
Frühjahr 2024
Hinter dem Haus hatte ich schon vor Jahren Pflanzsteine gesetzt. Einfach in die Erde, wie ich es jetzt auch wieder gemacht hatte. Überall Unkraut, an das mal nicht vernünftig ran kommt.
Das wollte ich vor dem Haus aber nicht erneut haben.
Rasenmähersteine auf eine hauchdünne Schicht von Gartenbaubeton (ohne Trass) gesetzt. Soll einfach nur das Unkraut von unten fernhalten. Dieser Beton lässt sich später problemlos wieder beseitigen.
Dann rundum die Steine auch noch den gleichen Beton.
Rasen einsäen und gut wässern.
Der "eingebaute Schlauch" war schon da ganz nützlich, da die Bewässerung dadurch von beiden Seiten gleichzeitig erfolgen konnte.

So sah das Ganze dann im Juli 2024 aus.
Wieder mal ein "perfekter Sommer" in dem es immer sehr stark regnete. "Perfekt" für Unkraut, das schneller als der Rasen wuchs.

Das war dann im Mai 2025.
Ein Trockenrasen, der mit der bisschen Erde unter ihm und auch ohne Bewässerung später auch während der Hitzewelle und Trockenheit ganz gut zurechtkam.
Ich habe aber noch weitere viele Hundert Quadratmeter Rasen.
Beim nächsten Mal miete ich mir aber eine Schälmaschine .. habe dann aber wieder das Problem: Wohin mit der abgeschälten Grasnabe?