Beiträge von Ratgeber

    Als wir dieses Thema vor rund 7 Monaten starteten, baute sich eine neue Corona-Welle auf. Im Nachhinein gesehen, würde sie schwerer und heftiger werden als die vorhergehenden.


    Immer wieder die Tageszahlen heraus zu suchen und nötigenfalls nachzutragen, ist längst schon zu einer Pflicht geworden. Ich möchte, dass ihr euch später einfach einen beliebigen Tag heraussuchen könnt, wenn ihr die dazu nötigen Zahlen braucht.


    Wir alle haben an etwas teilgenommen, was es in dieser Art noch nie in diesem Ausmaßen gegeben hat. Noch vor einem Jahr dachten wir, dass wir das Schlimmste hinter uns gehabt hätten.

    Ich hoffe, dass ich dieses Thema möglichst bald wieder schließen kann.


    Wenn die "letzte Welle" vorbei ist, wird dieser Thread geschlossen und als Zeitzeuge zurück bleiben.

    Es wird garantiert nicht wirklich die letzte Welle sein, die jetzt scheinbar bald vorbei ist.

    Für spätere Wellen hoffe ich jedoch, dass sie nie wieder so dramatisch sein werden, wie wir sie jetzt erlebt haben.

    Stand 25.05.2021


    6 Bundesländer liegen unter einem Inzident von 50

    - Schleswig-Holstein

    - Hamburg

    - Mecklenburg-Vorpommern

    - Niedersachsen

    - Brandenburg

    - Berlin


    4 Bundesländer haben einen Inzident von 50-60

    - Sachsen-Anhalt

    - Bremen

    - Rheinland-Pfalz

    - Bayern


    2 Bundesländer haben einen Inzident von 60-70

    - Nordrhein-Westfalen

    -Hessen


    3 Bundesländer haben einen Inzident von 70-80

    - Sachsen

    - Baden-Württemberg

    - Saarland


    1 Bundesland hat einen Inzident von über 80

    - Thüringen


    Die sogenannte "Bundesnotbremse" galt nur ab einem Inzident von 100 und mehr. Unter dem Wert von 50 gibt es nur noch wenige Einschränkungen - FALLS der einzelne Kreis nicht noch über den Werten des Bundeslandes liegt.

    Memmingen, in Bayern, hat immer noch einen Inzident von 195. Insgesamt liegen 35 von 412 Landkreise immer noch über 100. Da gibt es also noch viel zu tun.


    Auch wenn es anders scheint: In vielen Landkreisen ist noch lange keine Lockerung in Sicht.

    Bislang hatte der Impfpass den gleichen rechtlichen Status wie ein Brillenpass: Gar keinen.

    Obwohl der Impfpass gar kein amtliches Dokument ist, wurde von Dokumentenfälschung und anderem gesprochen. Die Zeiten der Auslegungen sind nun vorbei.


    Im neu beschlossenen Infektionsschutzgesetz steht jetzt ausdrücklich, dass es sich um einen Gesundheitspass handelt, dessen Änderung oder Fälschung mit bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden kann. Die Nutzung kann mit bis zu 1 Jahr Haft bestraft werden.


    PS:

    Trotzdem kann man sich mit diesem "Pass" alleine nicht ausweisen.

    Wer plant, aus seinem Haus ein "Smart-Home" zu machen, hat viele Möglichkeiten und Systeme zur Auswahl. Dann möchte man erst einmal "mit etwas Einfaches beginnen". In vielen Fällen ist das erst einmal ein System, mit dem man das Haus oder die Räume auch aus der Ferne überwachen kann.


    - Automatische Überwachung und Meldung, wenn sich etwas in einem Raum bewegt.

    - Außenüberwachung

    - Gegensprechfunktion, damit man auch mal mit jemanden an der Tür kommunizieren kann - obwohl man gar nicht zu Hause ist.

    - Aufzeichnung für den Fall, dass man etwas dokumentieren will

    - Nachtsichtfunktion, damit man auch ins Dunkle schauen kann

    - Wetterresistent, damit die Kamera auch draußen alles mitbekommt.

    - Einbinden von weiteren Kameras ins gleiche System

    - Datenübertragung per Funk ohne dass man Datenkabel verlegen muss

    - Die Kamera soll möglichst unsichtbar sein oder abschreckend wirken - je nachdem wie es gerade gewünscht wird

    - Der Zugriff soll von jedem einfachen Smartphone möglich sein


    Toll. Wenn man das alles in einer einzigen Kamera haben will, geht es heftig ins Geld. Schon eine einzige Kamera kostet mehr weit über 100 Euro. So "richtig gute Cams" fangen ab 300 Euro an. Wenn man damit dann mehrere Räume und die Umgebung überwachen will, kann man locker einige Tausend Euro ausgeben.


    Selbst wenn man das Geld hat und auch ausgeben will ... man muss die Geräte erste einmal verfügbar haben und dann auch noch installieren (können). Je nach Komplexität braucht dann dazu eventuell auch noch eine Fachfirma, die natürlich auch bezahlt werden will.


    Ich hatte letzten Samstag die Notwendigkeit, all diese Überlegungen innerhalb nur eines Tages anzustellen und mir die entsprechenden Geräte besorgen zu müssen. Am Sonntag musste alles schon betriebsbereit sein. Bestellungen per Internet schieden genauso aus wie eine Fachfirma zu beauftragen. In den Elektronikmärkten der Region waren die Geräte nicht vorrätig. Zudem war ich auch finanziell nicht darauf vorbereitet.


    Ein völliger Anfänger soll jetzt auf die Schnelle und mit wenig Geld mal eben ein Überwachungssystem installieren ?

    Ich schaute mir einige IP-Cams an, die direkt kaufbar waren.


    - Nachtsicht ? OK

    - Gegensprechfunktion ? OK

    - Mikrofon ? OK

    - Aufzeichnung ? OK

    - Bildqualität ? OK

    - Videoqualität ? OK

    - Datenübertragung per Funk ? OK (sollte eine IP-Camera sowieso haben, aber man weiß ja nie)

    - Abschalten von Funktionsleuchten oder aktive Funktion simulieren ? OK

    - kleine Baugröße ? OK

    - Sichtfeld ? OK

    - Automatische Meldung bei Bewegung ? OK

    - Automatische Aufzeichnung bei Bewegung ? OK

    - Steuerbare Bewegung ? Nein

    - Außenkamera ? Nein

    - Stromversorgung beiliegend ? Nein


    Ich entschied mich für eine Cam von HomeWizzard. Sie war sehr preiswert und USB-Anschlüsse habe ich überall, sodass ich nur noch einfaches USB-Kabel brauchen würde. Weil die Cam sehr preiswert ist, konnte ich mir von meinem Budget auch gleich mehrere mitnehmen.


    Nun galt es, ein paar Probleme zu lösen:


    1) Wie bekomme ich die Cam angeschlossen ?

    Zuerst einmal braucht man die passende App, über die man später auf die Cam zugreifen kann. Das war einfach.

    Im zweiten Schritt muss man sich einen Account "irgendwo" anlegen. Auch das war noch relativ unproblematisch.


    Im dritten Schritt geht es endlich daran, die erste Kamera anzuschließen. Das war schon etwas nervig

    Jede Cam hat eine unikate Identnummer. Speziell für diese Cam muss man sich ein "nettes Passwort ausdenken".

    Die Cam baut jetzt ein eigenes kleines WLAN-Netzwerk auf, in das man sich mit dem Smartphone einwählen muss.

    Jetzt muss man die Cam ins vorhandene WLAN des Hauses bringen. Dazu braucht man natürlich die dazu passenden Zugangsdaten.

    Ist es dann endlich geschafft, kann man dann endlich wirklich auf die Cam zugreifen.


    Das klingt nicht nur umständlich, sondern ist es auch.... vor allem wenn man mehrere WLAN im Haus hat und sich die Cam immer ins falsche einwählen will. Jeder gescheiterte Versuch bedeutet, dass man den ganzen Vorgang von vorne beginnen muss.


    Nach der erfolgreichen Installation bekommt man auch gleich eine Mal, dass eine neue Cam integriert wurde.

    Dadurch dass man für den Zugriff sowohl die App braucht als auch die Zugangsdaten zum speziellen Account und die Identnummer und Zugangsdaten der Cam benötigt, sehe ich die Verbindung als relativ sicher an.


    Nun kann man sich ganz in Ruhe Gedanken machen, wo man die Cams aufstellt oder befestigt. Mit dem Smartphone in der Hand sieht man leicht Zeitverzögert direkt durch die Cam hindurch. So kann man die Cam ganz genau justieren und den Blickwinkel auch an den Bedarf anpassen.


    2) Wie installiere ich die Cam als "Außenkamera"?

    Sie ist noch dazu geeignet, also darf man sie nicht einfach in Wind und Wetter stellen. Wenn sie nass wird, kann es zu Kurzschlüssen kommen. Wenn man sie einfach in eine durchsichtige Folie packt, kann Kondensationswasser entstehen, sobald sich alles erwärmt.


    Die Cam soll Bilder von der Umgebung liefern. Dazu braucht sie nur einen erhöhten Standort, der eben nicht draußen ist. Die einfachste Lösung für das Problem ist: Stell sie doch einfach nicht raus, sondern von innen hinter eine Fensterscheibe. Das geht nämlich auch ohne Probleme.


    3) Welche Funktionen kann ich nutzen ?

    Die Raumkameras liefern auch nachts ein völlig klares Bild vom Raum.


    Die "Außenkamera" hinter der Scheibe kann das aber nicht.

    Sobald man auf "Nachtsicht" schaltet, wird ein normalerweise nicht sichtbares Infrarotlicht abgestrahlt. Die Scheibe spiegelt dieses Licht aber wider, sodass es so aussieht als wenn man nur in ein helles Licht schauen würde. Wer also nachts nach draußen schauen will, für den ist das keine Lösung.

    Aber ... die Reichweite der Nachtsicht ist immer nur auf die Reichweite des Infrarotlichts beschränkt. Die reicht (je nach Kamera) sowieso nur ein paar Meter weit.


    4) Was ist dringend zu beachten ?

    Die Kamera darf wirklich nur eigene Räume und das eigene Grundstück im Visier haben. Alles andere würde gegen Datenschutzgesetze- und Persönlichkeitsrechte verstoßen.


    IP-Camera zur Naturfotografie

    Grundsätzlich sind sie dazu natürlich nicht gedacht. Aber manchmal sieht man die Natur "so besonders" dass man am liebsten sofort die Cam zücken möchte - und wenn man sie dann endlich hat, ist der "sagenhafte Moment" auch schon vorbei.


    Der Vorteil der fest installierten Cam ist, dass man einfach nur auf einen Knopf drücken muss, sobald man etwas Besonderes sieht und schon ist die "Aufnahme im Kasten". Alternativ kann man auch einfach die Videoaufzeichnung starten und die schönen Momente aus dem Film heraus schneiden.


    Der nächste Vorteil ist, dass die Kamera ja immer die gleich Position hat. Man hat immer einen identischen Blickwinkel. Das ist für Dokumentationen sehr gut und auch wichtig.


    Wenn man direkt vor Ort ist und man etwas Schönes sieht, hat man immer genügend Zeit "ganz gemütlich auf den Auslöser zudrücken".

    Der Moment, den du jetzt gerade ganz kurz sieht, wird die Cam dir erst einige Zeit später präsentieren. Du kannst den gleichen Moment also noch einmal durch die Kamera erblicken und erleben.

    Du hast dadurch genügend Zeit, den schönen Moment für die Ewigkeit fest zu halten.


    Wie sehen solche Aufnahmen nun eigentlich aus ?

    Ich habe von der "Außenkamera" mal einige Screenshots mit dem Smartphone geschossen.




    Auch wenn es anders aussieht. Es handelt sich nur um Screenshots, die unten abgeschnitten, ansonsten aber nicht nachbearbeitet wurden. Manchmal zeigt sich uns "Mutter Natur" also "wie gemalt" .

    Mit der neuen Urheberrechtsreform in Deutschland sind die Betreiber von Plattformen wie zum Beispiel YouTube oder TikTok für Urheberrechtsverstöße verantwortlich (siehe dazu Tagesschau.de)


    Natürlich werden die Betreiber jetzt Filter einsetzen wollen, um Verstöße gleich im Voraus zu verhindern ... aber ... folgende Größenordnungen und Längen dürfen die Filter nicht verhindern.


    Inhalte mit bis zu

    - 160 Zeichen

    - 125 Kilobyte

    oder bis zu 15 Sekunden Länge


    Bei Texten ist es einfach.

    160 Zeichen sind in etwa so viel, wie man bei Twitter oder in einer einfachen SMS schreiben kann.


    125 Kilobyte sind dagegen schon schwer einzuhalten.

    Ein einfaches Foto hat ja schon mehrere Megabyte (MB). Hier darf die Datei also nicht größer als 0,125 MB sein. Das reicht gerade für ein Bild in einfachster Internetqualität aus.

    Ein Video mit 125 Kilobyte würde gerade für ein Mini-Handy-Video ausreichen.


    15 Sekunden Länge reduziert selbst ein TikTok-oder Twitter Video auf einen Bruchteil der üblichen Länge.

    Damit kann man fast überhaupt nichts mehr bringen, was viel länger als ein "Hallo. Ich grüße alle Zuschauer" dauert.


    Wenn ein Upload-Filter alles zusammen kombiniert, kann man also nur noch Videos mit maximal 125 Kilobyte und 15 Sekunden hochladen. Bei der heute genutzten Datentechnik ist das kaum noch erkennbar und schneller vorbei als man eine Information rüber bringen kann.


    Im Endeffekt werden also alle Videos erst einmal durch die Filter aufgehalten werden - und ob sie dann die Prüfung überstehen, liegt allein in den Händen der Plattformbetreiber.


    ABER


    Zitate, Karikaturen, Parodien und Pastiche bleiben weiterhin erlaubt.

    Pastiche sind übrigens Imitationen. Dazu muss das Original aber wirklich Punkt für Punkt imitiert werden (Näheres siehe Wikipedia)


    Wenn ihr also Probleme vermeiden wollt, nennt oder kennzeichnet eure Werke gleich als "Zitat", "Parodie", "Pastiche" in der Überschrift. Dann könnt ihr immer darauf hinweisen, dass das ja gesetzlich zulässig ist.


    PS:

    Die Reform gilt für Deutschland. Es kann daher sein, dass man in anderen Ländern trotzdem nicht erst einen Upload-Filter überwinden muss. Von Deutschland aus werden solche Inhalte dann aber eventuell nicht sichtbar werden. Denn das kann man schneller verhindern als wenn man weltweit "deutsche Regeln" durchsetzen wollte.

    Aber wer in Deutschland lebt oder eine deutsche Staatsbürgerschaft hat, ist trotzdem an die Reform gebunden,


    Da kann man mal gespannt sein ob und wie sich dadurch das Internet verändert, wenn Inhalte regional immer anderen Regeln unterworfen werden.


    WWW = World Wide Web = weltweites Netzwerk.

    Wird dann später daraus einmal ein Netzwerk, das in jedem Land andere Inhalte zeigt ?

    GWW (Germany Wide Web - deutschlandweites Netzwerk)

    AWW (Austria Wide Web - österreichweites Netzwerk)

    SWW (Swiss Wide Web - schweizweites Netzwerk)

    Na hoffentlich nicht :(

    2 Wochen nach der letzten/zweiten Impfung gilt man als "vollständig geimpft". Die Impfung ist kein sofort wirkendes Heilmittel. Sie erzeugt nur eine Reaktion des Immunsystems. Natürlich dauert es, bis der Körper darauf reagiert hat.

    Das sind dann die großen Abstände zwischen den Impfungen und die "Wartezeit" nach der letzten Impfung nach der man dann erst als vollständig geimpft gilt.

    Die 3. Welle scheint in Europa in vielen Ländern überstanden zu sein, Wieder einmal geht man daran, erneute Öffnungen zu planen.


    Das "Coronavirus" wird durch bestimmte UV-Strahlung an der Ausbreitung gehindert und jetzt gehen wir in eine Zeit, in der diese natürliche UV-Strahlung immer mehr zunimmt. Draußen wird es also immer sicherer werden und die Infektionen werden zunehmend nachlassen.

    Zusätzlich nimmt die Anzahl der Impfungen immer weiter zu, sodass immer mehr Menschen vor schweren Verläufen geschützt sein werden.


    ABER ...

    In anderen Ländern wütet die dritte Welle immer noch oder steigt dort erst so richtig an. Dort, wo es noch viele Infektionen und nur wenige Impfungen gibt, kann sich das Virus weiterhin austoben.

    Heutzutage sind es oft nur ein paar Flugstunden bis zum nächsten Land indem das Virus immer noch Tausende Todesopfer täglich fordert. Das Virus kann also jederzeit wieder in Europa eingeschleppt werden.


    Es kann also jederzeit passieren, dass es eine erneute Corona-Welle geben könnte. Jedoch ist die Medizin mit jeder weiteren Welle immer auch ein Stück weiter gekommen, sodass die Krankheit immer besser behandelt werden kann.

    "Welle Nummer 4" wird also auf jeden Fall kommen, aber sie wird auf immer weniger ungeschützte Menschen treffen.

    Mittlerweile haben viele Länder in Skandinavien die Impfung mit AstraZeneca absolut eingestellt. Der Hersteller hat nicht die Zeit genutzt, um auf Vorrat zu produzieren.

    Mit jedem weiteren Monat wurden die zukünftigen Liefervorhersagen immer weiter gesenkt.


    Die EU hat nun beschlossen, ab Juni kein Vakzin von AstraZeneca mehr zu bestellen. Damit werden auch alle, die jetzt damit geimpft werden - und die zweite Impfung in 3 Monaten erwarten - nicht erneut dieses Vakzin bekommen können.


    Über eine zweite Impfung mit einem anderen Mittel, gibt es noch keine zuverlässige Datenlage.

    Eine Impfung ist das beste Mittel, sich gegen eine Infektionskrankheit zu schützen. Die Alternative besteht darin, diese Krankheit zu bekommen und zu genesen. In beiden Fällen hat man danach eine (zeitlich begrenzte) Immunität gegen diese Krankheit.


    Das Problem dabei ist, dass sich Viren immer wieder verändern. Das bedeutet, dass man immer nur gegen eine bestimmte Version des Virus immun geworden ist. Ändert sich das Virus, sinkt automatisch auch die Immunität. Obwohl man die Infektion schon einmal gehabt hatte - oder eine Impfung dagegen bekommen hat - kann man doch erneut daran erkranken.


    Es gibt viele Infektionskrankheiten, gegen die man bislang noch keine dauerhaft wirksame Impfung gefunden hat. Das beste Beispiel dafür ist die Grippe. Jährlich werden die 4 am häufigsten vorkommenden Erregertypen bestimmt, gegen die dann in der folgenden Grippesaison geimpft wird.

    Taucht eine neue Grippeart auf, kann man diese dann trotzdem noch bekommen - ist aber gegen die 4 anderen Arten geschützt.


    Bei einer Impfung gibt es immer Nebenwirkungen.

    Typische Nebenwirkungen sind zum Beispiel, dass die Einstichstelle anschwillt oder sich Blutgerinsel bilden. Diesen Effekt hat man aber oft auch schon, wenn man sich schneidet oder sticht.

    Direkt von der Impfung abhängige Nebenwirkungen können sein, dass der Körper Anzeichen hat, als ob man sich infiziert hätte. In der Regel ist es nur ein Anzeichen dafür, dass das Immunsystem dabei ist, sich auf den Erreger einzustellen. Es ist eine harmlose Reaktion, die mit leichten Beschwerden einher geht - die aber nicht lange dauert.


    Impfrisiko

    Das Impfrisiko wird so bestimmt:

    Wie viele Menschen würden erkranken oder sogar sterben, wenn sie keine Impfung erhalten hätten ?

    Überwiegt das Risiko an der Krankheit zu versterben, wird das Impfrisiko als "akzeptabel" angesehen, wenn durch die Impfung nur ein Bruchteil davon erkrankt oder verstirbt.


    Die Grenzwerte für das Impfrisiko werden, je nach Krankheit, immer wieder neu festgesetzt.


    Ab wann gilt eine Impfung als wirkungsvoll ?

    Die WHO lässt Impfstoffe ab einer Wirkung von 5% zu. Ansonsten bestimmt jede Region (z.B. Europa) und jedes Land einzeln, welche Mittel es als wirkungsvoll betrachtet.

    Im schlechtesten Fall sind also gerade einmal 5% vor der Krankheit oder schweren Folgen geschützt.


    Ist man nach einer Impfung wirklich "absolut immun" ?

    Nein. Ist man nicht. Wenn das Vakzin eine Wirkung von 90% hätte, kann man immer noch zu den 10% gehören, die trotz Impfung infiziert werden und erkranken. In der Regel schützen Impfstoffe aber immer noch vor schweren Verläufen.


    Ist man nach einer Impfung selbst noch ansteckend ?

    Das variiert je nach Krankheit und Virus. Es kann sein, dass du zu den o.g. 10% gehört, die nicht absolut immun geworden sind. Dann kannst du noch infiziert werden - aber vielleicht erlebst du die Krankheit so schwach, dass es dir überhaupt nicht besonders auffällt. In einem solchen Fall wirst du natürlich auch währenddessen infektiös sein und auch andere anstecken können.


    Was ist die "Herdenimmunität" ?

    Eigentlich gehört der Begriff gar nicht in die Humanmedizin. Davon abgesehen funktioniert sie aber wie folgt:

    Wenn eine bestimmte Menge der Bevölkerung immun geworden ist, gibt es so viele Immune, dass der Rest kaum noch in Gefahr schwebt, sich bei anderen anstecken zu können.


    Das ist aber auch nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung.

    Wenn 80% immun sind, bleiben immer noch 20%, die sich infizieren können oder das Virus weiter verbreiten können. Bekommen einige Wenige aus dieser Gruppe die Krankheit, können sie sie innerhalb dieser 20%-Gruppe weiter geben.

    Die Herdenimmunität bietet also nur einen begrenzten Schutz, der nur dadurch wirkt, dass eben möglichst viele schon immun geworden sind und das Virus daher nicht weitergeben können.

    Für Nichtimmunisierte besteht nur eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, nicht infiziert zu werden.


    Wie lange ist man immun ?

    Bei manchen Krankheiten wird man lebenslang immun, sobald man davon genesen ist oder dagegen geimpft wurde. Bei "Corona" ist man da aktuell noch nicht sicher, wie lange die Immunisierung vorhalten kann.


    Als Genesener muss man damit rechnen, dass die Immunität nach 3-6 Monaten nachlässt. Sie besteht aber sowieso nur gegen die spezielle Virusversion, an der man erkrankt war. Allein schon wegen neuer Mutationen, ist eine Schutzimpfung angebracht, damit sich das Immunsystem auch darauf vorbereiten kann.


    Als Geimpfter kann man damit rechnen, dass man mindestens genauso lange immun wie ein Genesener ist. Nach aktuellem Stand geht man (noch) davon aus, dass die Impfung wirkungsvoller ist als wenn man von der Krankheit genesen ist.

    Der Grund dafür ist, dass das Immunsystem durch eine zweite Impfung noch ein weiteres Mal dazu gebracht wird, Abwehrkräfte gegen das Virus entwickeln zu müssen. Es bekommt also einen "weiteren Trainingsmodus verpasst", der zu einer höheren Sensibilisierung führt, als wenn das Immunsystem sich nicht noch einmal mit dem Virus beschäftigen müsste.


    Wann werde ich geimpft ?

    In Deutschland sind mittlerweile über 36% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Über 10% sind schon vollständig immunisiert worden.

    Die Impfung wird aber nach Risikogruppen gegeben. Zuerst kommen bestimmte Altersklassen und Berufsgruppen dran. Erst wenn die abgearbeitet sind, kommen alle anderen dran.


    Wenn du nicht zu einer bestimmten Risiko- oder Berufsgruppe gehörst, wirst du (wie ich auch) noch länger warten müssen. Das oft erwähnte "Impfangebot" ist keine Zusicherung, dass man sich dann auch impfen lassen kann. Du wirst dich dann nur (mit allen anderen) um einen Impftermin bewerben können.


    Über die Langzeitwirkungen von Genesung oder Impfung gibt es heute (Stand 17.05.2021) noch keine belastbaren Erkenntnisse

    Am Anfang hat man nicht alle immer wieder testen können. Viele sind an Covid-19 erkrankt, ohne dass sie es gewusst haben. Im Nachhinein kann man nur noch feststellen, dass Antikörper und T-Zellen vorhanden sind - jedoch nicht, wie lange sie schon vorhanden sind.


    Geimpft wird erst seit Ende 2020. Anfangs experimentierte man noch mit Dosenstärke und Abständen, in denen eine zweite Impfung gegeben wurde. Erst ca. seit Ende Februar gibt man einheitlich die gleiche Dosis in den gleichen Abständen. Man kann also erst ab dann feststellen, wie lange die Wirkung vorhalten wird/könnte.


    Muss man jedes Jahr erneut geimpft werden ?

    Auch das ist noch nicht eindeutig geklärt. Erst wenn man wirklich weiß, wie lange eine Immunität vorhält, kann man Genaueres dazu sagen. Ob, und in welchen Abständen, eine erneute Impfung nötig sein wird, ist davon abhängig, ob und wie stark sich das Virus verändern wird.


    Müssen wir uns damit abfinden, dass wir mit Corona leben werden müssen ?

    Eindeutig ja. Das Virus hat sich so schnell und so weit verbreitet, dass es längst auch schon in der Tierwelt angekommen ist. Jedes Tier kann dem Virus also das langzeitliche Überleben ermöglichen und das Virus kann immer wieder auf den Menschen überspringen.


    Jetzt aber keine Panik schieben...

    Als die Spanier damals zu den Inkas und Azteken kamen, wurden diese Völker fast vollständig durch ein Schnupfenvirus ausgelöscht. Der Schnupfen war für die Spanier harmlos, für die anderen Völker aber tödlich, weil sie keine Abwehrstoffe dagegen entwickelt hatten.

    Vielleicht werden wir in einigen Jahren auch mal an den Punkt kommen, an dem wir zwar "Corona haben", aber es für uns keine Gefahr mehr darstellt.


    Vorsicht:

    Ich habe den Schnupfen als Vergleich genommen, um zu zeigen, wie eine Krankheit am Anfang tödlich und trotzdem später harmlos werden kann. Mit Schnupfen kann man problemlos leben.

    Corona ist kein Schnupfen .. aber trotzdem besteht die Aussicht, dass wir später einmal problemlos damit leben werden können.