Beiträge von Ratgeber

    Viele der Top-Ökonomen und Wirtschaftsweisen sind zwar nach der "Baby-Boomer-Zeit" geboren, aber trotzdem schon so alt, dass sie schon lange an entscheidenden Positionen etwas hätten ändern können.


    Vorweg: DAS sind die Babyboomer Jahrgänge

    Als Babyboomer werden Personen bezeichnet, die etwa von Mitte der 1950er bis Ende der 1960er Jahre geboren wurden. In diesem Zeitraum gab es außergewöhnlich viele Geburten in Deutschland. Der Geburtsjahrgang 1964 ist mit 1,35 Millionen Personen der geburtenstärkste Jahrgang seit 1945. Nie danach wurden in der deutschen Nachkriegsgeschichte wieder mehr Kinder geboren. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 wurden rund 673.000 Kinder geboren, das sind nur halb so viele Kinder wie vor 50 Jahren.

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    Zitat

    Fratzscher über die Babyboomer: "Sie tragen erhebliche Verantwortung. Ihr Verhalten in den letzten 35 Jahren hat uns in die Krisen geführt."

    Präsident des DIW Marcel Fratzscher

    Jahrgang 1971... gerade einmal 2 Jahre nach den Babyboomern.

    Studium 1996 beendet, hat er wie auch die einige Jahre früher geborenen "erhebliche Verantwortung" für die heutigen Zustände.


    In 29 der von ihm genannten 35 Jahre war er selbst beteiligt.

    Mit dem Soli-Märchen ist der DIW gescheitert. Nun fordert ihr Präsident ein soziales Jahr für die Renter


    Zuletzt forderte Fratzscher ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Rentnerinnen und Rentner. Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sagte dem „Spiegel“: „Gesundheitlich werden das manche nicht können, aber dafür gibt es auch bei jungen Leuten Regelungen. Die ältere Generation muss sich stärker einbringen, beispielsweise im Sozialbereich, aber auch bei der Verteidigung.“ Benötigt würden technische Fähigkeiten. „Warum sollten wir die nicht nutzen, gerade von Leuten, die früher bei der Bundeswehr ausgebildet wurden?

    Ja genau! DAS war schon ein "soziales Jahr" (bis zu 18 Monate) das bereits abgeleistet wurde.

    Während der Zeit konnte man seinen Beruf nicht ausüben. Was die heutige Generation alles gegen die Wehrpflicht vorbringt, haben die Boomer einfach hinnehmen müssen.

    In Europa haben wir eine andere Gesellschaft.

    Das parallele Zusammenarbeiten von Tausenden am gleichen Ziel kommt nur relativ selten vor.


    Diese Art der Zusammenarbeit (bei der keiner mehr weiß als es seinen eigenen Bereich betrifft) findet man oft in Armeen.


    Alle bekommen die gleiche Grundausbildung.

    Dabei lernt man als Erstes, Befehlen zu gehorchen - ohne sie erst lange zu diskutieren.


    Man lernt, dass man aufeinander angewiesen ist.

    Das Gruppenziel kann nur erreicht werden, wenn sich alle gegenseitig helfen.

    - Die Stärkeren müssen den Schwächeren helfen

    - Die Schnelleren müssen auf die Langsameren warten

    - Die Last des anderen wird abgenommen, damit er schneller vorankommt

    - Wer gerade etwas holt, bringt es auch gleich für andere mit.

    - Wenn einer nicht mehr kann, übernimmt ein anderer seine Aufgabe.

    - Du übernimmst Verantwortung, nicht nur für dich, sondern auch für andere


    Während dieser Zeit entwickelt sich eine völlig andere Art des Zusammenlebens und der Gesellschaft.

    Jeder setzt sich für jeden ein. "Ich mache es nicht für mich. Ich mache es für uns"


    Mit der Zeit erkennst und erfährst du, wieso man manchmal etwas befehlen muss, das sofort genauso ausgeführt werden muss.

    Du erfährst aber auch, welchen Befehlen man auf gar keinen Fall gehorchen darf. Auf so etwas wirst du dann später auch im Zivilleben noch öfters stoßen.


    Zurück im Zivilleben, hast du eine ganz andere Grundeinstellung als vorher.

    Du bist selbstständiger geworden, kannst mit Verantwortung umgehen, weißt wann man "gehorchen" und wann man befehlen muss.

    Du bist sowohl Teamplayer als auch Leader, je nachdem wie es die Situation oder der Beruf es erfordert.


    PS:

    In einer Grundausbildung wird zuerst das nachgeholt, was Elternhaus, Schule und Gesellschaft versäumt haben beizubringen: Das Leben in einer Gemeinschaft, in der jeder von jedem abhängig ist.

    Man erhält einen Auftrag und führt ihn aus. Dabei bringt man dann eventuell auch Einwände vor, die berücksichtigt werden. Am Ende ist die Ausführung dann ganz anders, als wenn man den Auftrag ohne Einwände durchgeführt hätte.


    Wir haben uns alle daran gewöhnt, oder sind damit aufgewachsen, dass man immer auch selbst mitdenken kann und nichts absolut festgeschrieben ist.


    Es gibt aber Bereiche, bei denen es so etwas nicht gibt und auch erst einmal nicht geben darf.

    Dort gilt: Jemand erteilt einen Befehl und ein anderer muss ihn ganz genau so (und nicht anders) und ohne Diskussion ausführen.


    In der Regel betrifft es Arbeitsbereiche, bei denen es auf extrem schnelles Handeln ankommt.

    Jegliche Verzögerung kann Menschenleben kosten und/oder riesige materielle Schäden verursachen.


    Es betrifft aber auch Bereiche, bei denen alles exakt nach Plan ablaufen muss, damit es überhaupt funktioniert.

    Mehrere Personengruppen erledigen parallel ganz bestimmte Aufgaben nach ganz bestimmten Vorgaben.

    Wird irgendetwas geändert, passt es nicht mehr zu den Aufgaben, die eine andere Gruppe gerade erledigt.


    Sicherheit + Planung + schnelles Handeln von unabhängig voneinander agierenden Gruppen 

    In dieser Konstellation gibt es eine "Zentrale", die alles koordiniert. Die Planung wird pyramidenartig nach unten weiter gereicht.

    Mit jeder Ebene übernimmt eine "Unterzentrale", die die Aufgaben wieder dementsprechend nach unten verteilt.

    Es bildet sich eine Ebenen Vielfalt, die die einzelne Person nicht mehr überblicken kann.

    Alle sind nur ein kleines Zahnrad im Getriebe, das den Plan der Zentrale überhaupt zum Laufen bringt und am Laufen hält.


    In China und Japan sind die Menschen (noch) so geprägt, dass sie die Gesellschaft und deren Ziele noch vor die eigenen stellt.

    Man empfindet eigene Fehler als eine Schande, für die man sich bei allen dadurch Betroffenen in aller Demut entschuldigen muss.

    Es wurde beschlossen, dass es zunächst eine Pflicht zur Erfassung und Musterung gibt. Wie schon im anderen Thema erwähnt, gibt es kein Netz an Musterungsstellen mehr. Die müssen erst einmal wieder aufgebaut werden.


    Schritt 1)

    Ab dem 01.01.2026 sollen alle zum 18. Geburtstag einen Fragebogen erhalten. Männer müssen den Fragebogen ausfüllen, Frauen müssen es nicht.


    Schritt 2)

    Die Geburtsjahrgänge ab 2001 erhalten Informationsmaterial und können ihre Bereitschaft zum Wehrdienst erklären.


    Schritt 3)

    Ab dem 01.07.2027 gibt es eine Musterungspflicht für Männer ab dem Jahrgang 2008. Damit kann dann wieder festgestellt werden, wer für welchen Bereich grundsätzlich diensttauglich ist.


    https://www.tagesschau.de/inla…k/faq-wehrdienst-100.html

    https://www.zeit.de/politik/de…wehrpflicht-debatte-armee



    In nur 2 Jahren ist also alles wieder neu aufgebaut und reaktiviert, um die ausgesetzte Wehrpflicht jederzeit wieder aktivieren zu können.

    Die Wehrpflicht und die Pflicht zum sogenannten "Grundwehrdienst" kann jederzeit durch Beschluss der jeweiligen Bunderegierung wieder aktiviert werden. Es braucht keine langwierigen Gesetze mehr dazu.


    Dann wird es wieder einmal heißen:

    "Möchten wir Sie bitten, sich an folgendem Datum an bezeichneten Ort einzufinden"


    Wer meint, dass ihn das nicht interessiert und der "Bitte" nicht entspricht:

    Sobald festgestellt wird, dass man nicht pünktlich da ist, kommen (am gleichen Tag) ein paar nette Feldjäger zu Besuch, die daran erinnern, dass das eigentlich nicht als Bitte gedacht war, bei deer man eine Wahl gehabt hätte.

    Das wäre dann kein guter Start in ein System, in dem das Befolgen von Anweisungen höchste Priorität hat.

    Eine Plattform bietet jetzt diverse Automarken erheblich günstiger an, als wenn man sie direkt in Europa kaufen würde. Bei bis zu 10.000 Euro Unterschied ist das ja vielleicht eine Überlegung wert. Optional kann man alles dazu buchen, damit man das Fahrzeug direkt zulassen kann.


    ABER


    Die Fahrzeuge sind in China und für den chinesischen Markt entwickelt und produziert worden.


    - Software auf chinesisch.

    Ob man sie auf Deutsch oder Englisch einstellen kann, wird man dann schon merken.


    - Software-Support direkt aus China

    Dein Auto nimmt direkten Kontakt mit dem Server in China auf. In China ist das Selbstbestimmungsrecht nicht so ausgeprägt wie in Europa. Eventuell bekommst du auch mal ein Update aufgespielt, mit dem du gar nicht arbeiten kannst.

    Bei irgendwelchen Wirtschaftskriegen bekommst du dann durchaus gar keine mehr (siehe Huawei)


    - eventuell Rechtslenker

    Und immer schön den Hund mitnehmen, dann ist er auf dem nächsten Blitzerfoto der Fahrer :joker:


    - Ladestecker sind nicht nach Europa-Norm

    Adapter liegen zwar bei, jedoch ist damit nicht gesichert, dass der Akku auch mit gleichem Tempo geladen werden kann.


    - Klimasysteme sind auf chinesische Verhältnisse ausgelegt

    Kann schon sein, dass die Klimaanlage im Sommer exzellent ist. Im Winter nimmt man sich dann Muttis Wärmflasche mit, weil die Heizung nur auf Temperaturen von um den Gefrierpunkt ausgelegt ist.


    - Die Sicherheitssysteme können auch durchaus dem des chinesischen Marktes entsprechen

    Europäische Normen gelten nicht, da das Fahrzeuge ebene nicht für Europa ausgelegt ist.


    - Ersatzteilversorgung völlig unklar

    Nicht für den Export gedacht = eventuell sind Bauteile und Baugruppen gar nicht in Europa zu bekommen.


    - Händlernetz fraglich

    Selbst wenn es ein gut ausgebautes Händlernetz gibt, heißt das noch lange nicht, dass einer dieser Händler auch Wartungsarbeiten durchführt.


    - Gewährleistung und Garantie gibt es nur in China

    Die exportierende Firma in China ist dein eigentlicher Vertragspartner. An den musst du dich wenden und der muss nur nach chinesischen Recht handeln. Das kann aber durchaus auch die Leistungen zusätzlich noch einschränken, wenn ein Fahrzeug nicht im Lande verbleibt.


    Die Einsparung ist enorm. :thumbup:

    Die Risiken sind aber auch sehr hoch, dass man mit dem Fahrzeug später irgendwelche Probleme bekommt, die noch größer als die Einsparungen sind :thumbdown:


    Zitat

    - "Selbstverständlich habe ich einen Stromer. Ist doch das Normalste von der Welt"

    - "Und wie viel fährst du damit im Jahr?"

    - "Ich sagte, dass ich einen Stromer habe. Ich sagte nicht, dass ich einen Stromer fahre."

    - "Warum fährst du denn damit nicht?"

    - "Muss erst noch den Sprachkurs in Chinesisch zu Ende bringen. Der Wagen kann nur per Audio Ein-und Ausgabe auf manuelle Bedienung umgestellt werden"

    :lach:

    BYD hat seine Marketingstrategie geändert. Früher gab es nur einen exklusiven Händler in Deutschland. Das erklärt einerseits die geringe Händlerdichte und andererseits, weshalb es kaum Autos gab.


    Mittlerweile hat BYD Verträge mit mehreren Händlern geschlossen.

    Dadurch ist das Händlernetz viel engmaschiger. Wer will auch schon seine nächste Markenwerkstatt in 300-500 Kilometer Entfernung wissen, wenn der Wagen mal eine Wartung oder Reparatur braucht?


    Die größere Menge an Händlern wird wohl auch dafür sorgen können, dass viel mehr Fahrzeuge vorhanden sind - ganz einfach, weil jetzt ja nicht mehr nur ein einziger alle Fahrzeuge vorfinanzieren muss.


    Man darf gespannt sein, wie sich das jetzt entwickeln wird.

    Diese Frage steht gerade zur Debatte

    https://www.tagesschau.de/inla…-pflicht-debatte-100.html


    Zitat


    Statt mit den bisher gut 180.000 aktiven Soldaten sind bis Anfang der 2030er-Jahre 260.000 vorgesehen. Auch die Zahl der verfügbaren Reservisten soll von 100.000 auf 200.000 verdoppelt werden.

    Woher sollen die Reservisten kommen?

    Reservisten kann man nicht anwerben. Das sind in der Regel Soldaten, die ihre aktive Zeit beendet haben.

    Nicht jeder ist nach seiner Dienstzeit auch weiterhin gleichermaßen dienstfähig.


    Während die Wehrpflicht noch lief, hatte man jedes Quartal wieder ein neues Kontingent an voll ausgebildeten und geübten Reservisten.

    2025 hatte Deutschland dadurch10 Millionen Veteranen, die ihren Dienst bei der Bundeswehr abgeleistet hatten.

    Die meisten von ihnen wurden aus der Reserve in den Ruhestand versetzt oder schieden aus Altergründen automatisch aus der Reserve aus.


    Die Jahrgänge 1970 - 1991 sind aber noch keine 60 Jahre alt und können daher auch wieder reaktiviert und in den Reservistenstand versetzt werden.

    Von 1990-2000 haben rund 1,6 Millionen ihren Wehrdienst geleistet. (siehe https://de.statista.com/statis…der-bundeswehr-seit-1990/ )

    Das wären die Geburtsjahrgänge 1970er, 1980er, 1990er

    Die Zahl der Reservisten lässt sich also wirklich innerhalb kürzester Zeit und fast schlagartig auf das 10fache oder noch mehr erhöhen.


    Zitat


    Der jetzige Entwurf enthält bereits verpflichtende Elemente.

    ...

    Ab 2028 sollen dann alle 18-jährigen Männer zu einer verpflichtenden Musterung 

    Die Zeit reicht also gerade noch aus, damit die Kreiswehrersatzämter überall die entsprechenden Musterungsstellen aufbauen und einrichten können. Medizinisches Personal, Ärzte, Psychologen können angeworben und diverse Tests ausgearbeitet werden.


    Zitat


    Er (Anm. Markus Söder) mahnte, dass einige Experten warnten, Russland könne NATO-Länder schon 2027 oder 2029 angreifen.

    In diesem Fall würde es keine Musterung mehr geben müssen... weil ...


    Zitat


    Im Spannungs- oder Verteidigungsfall würde die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht nach aktueller Rechtslage ohnehin automatisch wieder in Kraft treten. Damit könnten alle Männer zwischen 18 und 60 Jahren eingezogen werden, sofern sie den Kriegsdienst nicht verweigert haben.

    Sobald §5 des NATO-Beistandspaktes ausgerufen wird, gilt der Spannungsfall und damit auch die Wehrpflicht.


    Jetzt kommen die 1,6 Millionen ehemaligen Wehrdienstleistenden zum Zug.

    In relativ kurzer Zeit können sie wieder soweit fit gemacht werden, dass man sie an diversen Positionen einsetzen kann. Die aktive Truppe kann Stellen freimachen, die dann durch Reservisten übernommen werden. Damit steht fast die komplette Mannstärke der aktiven Truppe zur Verteidigung zur Verfügung.


    Deutschland wird es also nicht so ergehen wie der Ukraine, in der sich bei Kriegsbeginn Hausfrauen und andere Zivilisten freiwillig in kurzen Workshops an der Waffe ausbilden ließen, um ihr Land mit zu verteidigen.


    Gibt es genügend Handfeuerwaffen? Ja, wenn auch älterer Baujahre.

    Nicht zu vergleichen mit den modernen leichten Waffen, dafür aber mit erheblich höherer Reichweite und Durchschlagkraft. Sie wurden eben zur Verteidigung entwickelt und nicht für den Häuserkampf.


    "Battle Rifles" mit einer Reichweite von bis zu 2,8 Kilometern und mit einer Geschossgeschwindigkeit von rund 900 Metern pro Sekunde und einer Durchschlagkraft von bis zu 3.700 J.


    Hundertausende Verteidiger mit solchen Waffen wird man wohl nur ungern gegen sich haben wollen.

    Abschreckung pur, aber das war auch eins der Ziele damals und wenn sie wirklich eingesetzt werden müssen, sollten sie eine verheerende Wirkung haben.

    Ein Überbleibsel aus einer Zeit, als Deutschland nicht als schwach, sondern als wehrhaft galt.

    Von hohen Zöllen betroffene Länder haben den Postverkehr in die USA eingestellt. Zwar sind es noch ein paar Tage, bis die Zölle gültig werden aber die übliche Transitzeit kann nicht mehr garantiert werden, sodass die Sendungen auch erst nach dem Termin eintreffen können.

    Aktuell betrifft es Post aus Frankreich, der Schweiz, Dänemark, Belgien, Singapur, China, Hongkong und Thailand.


    Es gibt zwar eine Exekutivanweisung, dass Briefsendungen nicht betroffen sein sollen, aber keine feste Zusicherung, dass die dann nicht auch wie andere Verbrauchsgüter behandelt werden. Die Empfänger in den USA müssten dann 160 USD pro Sendung mehr bezahlen.


    Kurierdienste wie DHL und FedEx befördern trotzdem noch, erheben aber bereits massiv höhere Gebühren.

    Gerade im Bereich Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel entscheidet oft nur die Verpackung, ob etwas günstig oder teuer ist.


    Wichtig: 

    In dem Bereich ist es nicht nachweisbar, dass ein bestimmtes Produkt geholfen oder irgendetwas verbessert hat.



    Ein Kosmetikprodukt, das gleichzeitig aber auch ein Nahrungsergänzungsmittel sein kann

    Zitat

    Hochwertige Aufmachung mit einem noblen Design, sehr professioneller Text, Bildmaterial der Wirkung, "Abfüllung in Deutschland". Dieses Pulver ist doch seinen Preis von 289 Euro pro Kilogramm garantiert wert. Zum Glück braucht man aber nur die Tüte mit 100 Gramm, da die max Tagesdosis 500mg beträgt

    Anbieter: Kleinunternehmen


    oder


    Zitat

    Discounter-Aufmachung, nicht besonders professioneller Text, Bildmaterial der Wirkung. Der Preis beträgt nur 29,50 Euro pro Kilogramm. Ob man für den Preis überhaupt irgendeine Wirkung bekommt?

    Anbieter: Vertrieb aus weit entferntem Ausland

    Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund.


    a) Kleinunternehmen + Abfüllung in Deutschland

    Man kann von dem Pulver auch gleich einen 25 Kg Sack kaufen. Dann kostet es auch nur noch 79€/Kg.


    1) 25 Kg von einem Pulver von dem man täglich nur max. 500mg benutzen soll

    Mit der Menge würde man 50.000 Tage auskommen --> 137 Jahre!!!!!!!


    2) Der Preisunterschied pro Kg ist zu krass.

    Das weist daraufhin, dass die Portionierung/Verpackung teurer als das Produkt ist.


    3) In der Produktbeschreibung ist "Handabfüllung" angegeben.

    Grundsätzlich weist das auf eine Manufaktur hin. Manufakturen fertigen nur geringe Stückzahlen.

    Woher das abgefüllte Produkt kommt, bleibt jedoch im Dunkeln.


    b) Bei diesem Pulver handelt es sich nur um eine einzelne chemische Substanz

    Diese Substanz kann man nicht in geringerer Konzentration herstellen. Es kann also auch keine Qualitätsunterschiede geben.


    c) Ein Teil der Bilder von der Wirkungsweise ist bei beiden identisch

    Beide haben wohl aus der gleichen Quelle ihre Bilder gekauft.


    Und was kommt dabei jetzt heraus?

    Der "Edelprodukt" ist nur in seiner Aufmachung "edel"

    Tüte aus sehr festem/starrem Kunststoff --> was teuer aussieht, kann man auch teuer verkaufen.

    "Wohlfeiler Text", der in "nobel-Schriftart" gesetzt ist --> Aussehen und Wortwahl unterstützen den optischen Eindruck von einem exklusiven Produkt.


    Rein theoretisch könnte der erste Anbieter beim zweiten einkaufen. 

    Die Kaufenden zahlen, bei gleicher Wirkung/Nichtwirkung, 26 Euro mehr nur für eine bessere Aufmachung/Verpackung/Werbung.


    In diesem Fall war es relativ einfach, weil es den Grundstoff eben nur so und nicht anders gibt.

    Irgendwelche anderen Wirkungen basieren nur auf einem Placeboeffekt.

    In Berlin gibt es gerade einen Fall, bei dem ab heute ganz offiziell ein Straßenname geändert wird.

    Alle Personen, die in dieser Straße leben, haben ab heute also faktisch einen "ungültigen Ausweis".


    Personenkontrolle:

    "Straßennamen gibt es nicht. Verdachtsfall, der einer näheren Prüfung bedarf"


    Verkehrskontrolle:

    siehe oben


    Also muss man den neuen Straßennamen auch in seinen Ausweispapieren ändern lassen


    Aber an der Änderung des Straßennamens hängt noch sehr viel mehr dran.

    Sobald dann nämlich der Ausweis geändert wurde, stimmen auch viele andere wichtige Papiere nicht mehr mit dem Ausweis überein.


    - Arbeitgeber

    - Bank, bei der man ein Konto hat

    - Krankenkasse

    - Internet und Telefonanbieter

    - Handykartenanbieter

    - Versicherungen

    - irgendwelche Register, in denen man eingetragen ist

    - alle laufenden Verträge

    - Versandhändler


    Alle haben dann nämlich eine Adresse, unter der man keinen mehr erreichen kann bzw. die es überhaupt nicht mehr gibt.

    Die muss jetzt überall geändert werden


    Für Firmen wird es sogar noch heftiger

    - EDV muss umgestellt werden

    - Briefpapier muss neu gedruckt werden

    - Fahrzeugbeschriftungen und Werbetafeln müssen geändert werden

    - Internetseiten müssen geändert werden

    - Visitenkarten müssen neu gedruckt werden

    - Vertragsformulare müssen neu gedruckt werden.


    Je nach Firmengröße geht das in die Abertausende an Kosten. Kleinere Firmen kann so etwas dann schon an den Rand eines Ruins treiben.

    Je nach Straße kann eine Umbenennung Kosten und Arbeitsaufwand sogar in Millionenhöhe verursachen.


    Mit ist ein Fall im Gedächtnis, an dem ein von Firmen umsäumter Platz umbenannt werden sollte.

    Bei einigen Firmen war der Name des Platzes sogar im Firmennamen enthalten. Ihnen drohte ein nicht zu beziffernder Imageschaden.

    Auf Proteste wurde nicht eingegangen. Der Platz wurde einfach umbenannt


    Die Firmen legten der Stadt Kostenvoranschläge und Kostenrechnungen vor und drohten ihr, den gesamten Schaden bis in die höchste Instanz einzuklagen, falls die Umbenennung nicht wieder rückgängig gemacht wird.

    Einige Wochen später hatte der Platz wieder seinen vorherigen Namen.

    Das Austesten von Grenzen gehört scheinbar zur Natur des Menschen.


    Alles beginnt in der Kindheit

    Kinder machen erst einmal nur das, wozu sie gerade Lust haben. Es ist Aufgabe der Erziehungsberechtigten, dem Kind beizubringen, dass es dabei auch Grenzen gibt.

    Zitat

    "Mein Recht endet dort, wo das Recht eines anderen beginnt"

    "Was du nicht willst, das man dir antut, das füge auch keinem anderen zu"

    "Alle müssen sich gleichermaßen an alle Verbote, Regeln und Gesetze halten."

    "Wer sich nicht an die Regeln halten will, wird bestraft"

    Auf diesen vier ganz einfachen Sätzen basieren eigentlich alle Gesetzbücher. Die Gesetze selbst regeln nur noch die Grenzen und Details.


    Wer setzt eigentlich die Grenzen?

    Vereinbarungen, die Mehrheit, die Machtverhältnisse.

    - Vereinbarungen können geändert werden

    - Mehrheiten können sich verschieben

    - Machtverhältnisse können sich ändern


    Gesellschaften ändern sich und damit auch die jeweiligen Regeln für das Zusammenleben.

    Es gibt daher keine Regel, die während der gesamten Menschheitsgeschichte immer richtig oder immer falsch war.


    ===================


    Die Grenzen sind gesteckt.

    Manche sind flexibel und manche hart. Manchmal weiß man aber nicht, ob und wo es eine Grenze gibt.


    Die Strafen sollten bekannt sein.

    Strafen sollen dazu dienen, nach der Bestrafung den Regeln zu folgen. Ob eine bestimmte Strafe aber auch eine Wirkung hat, ist von der einzelnen Person abhängig. Manchmal weiß man aber nicht, ob es dafür überhaupt eine Strafe gibt.


    Kindheit

    "Wie weit kann ich gehen, bis es auffällt, dass ich eine Regel breche?"

    "Ist die Regel starr oder gibt es dafür noch etwas Spielraum?"

    "Wo beginnt das Recht des anderen genau?"

    "Kann ich meinen eigenen Bereich auch ohne Strafen erweitern?"

    "Ist die Strafe für mich schmerzhaft oder kann ich damit auch leben und die Regel weiterhin ignorieren?"

    "Was passiert, wenn keiner merkt, dass ich die Regel breche?"

    "Werde ich überhaupt wirklich bestraft oder ist das nur eine leere Drohung?"


    Diese Erfahrungen werden einen sehr großen Einfluss auf das Verhalten des späteren Erwachsenen nehmen.


    Erwachsen

    Die geistige Reife lässt sich nicht am Alter festmachen. Manche Kinder haben eine höhere geistige Reife als so manche 50jährige Erwachsene.

    Man kann also nie wissen, ob die andere Person immer noch in der kindlichen Reifungsphase ist oder ob sie schon abgeschlossen ist.

    Manche haben bis ins hohe Alter noch ein "kindliches Gemüt".


    Andere haben die Grenzen zwar akzeptiert, suchen aber immer noch nach Hintertüren und Schlupflöchern, um der entsprechenden Strafe zu entkommen.

    Eine weitere Gruppe akzeptiert gewisse Regeln, empfindet andere aber als ungerecht. Die "ungerechten" Regeln werden gebrochen und man setzt sich dafür ein, dass sie geändert werden.


    Erziehungsberechtigte

    Bewusst oder auch unbewusst geben sie ganz automatisch ihr eigenes Rechtsempfinden an die nächste Generation weiter.


    - Im Optimalfall hat ein Kind zwei Elternteile, die sich an die Regeln halten.

    Es hat gute Vorbilder, denen es einfach nur nachfolgen muss.


    - Wenn die Elternteile sich nicht einig sind, gibt es keine klare Linie.

    Ohne feste Struktur, ist es schwerer seinen eigenen Weg zu finden. "Richtig" und "Falsch" müssen erst einmal ergründet werden


    - Im schlimmsten Fall lehnen beide Elternteile ihre Erziehungsaufgabe einfach ab

    Das Kind darf immer machen, was es gerade will. Das wird auch außerhalb des Elternhauses praktiziert.

    "Die Gesellschaft als Ganzes" muss die Aufgabe der ErziehungsPFLICHTIGEN übernehmen.



    Ein derart "verzogenes Kind" hat eigentlich später dafür keine Strafe verdient. Wenn es eine Straftat begeht, müsste man beide Elternteile dafür bestrafen. Schließlich sind sie dafür verantwortlich gewesen.

    Das verstößt aber wieder gegen die aktuelle Regel, dass jeder Erwachsene selbst für seine Taten verantwortlich ist.


    ==========


    Es gibt aber trotzdem ein Belohnungs- und auch ein Strafsystem, das nicht auf Regeln basiert  

    Das Kind wird sich später entsprechend seiner früheren Erziehung gegenüber seinen Elternteilen verhalten.


    - Als erwachsene Person wird es seinen Elternteilen für die Regelsetzung (insgeheim) danken.

    Der Dank fließt in vielfältiger Weise an die Elternteile zurück


    - Liebevolle Elternteile bekommen in der Regel später auch entsprechend liebevolle Zuwendung von ihren Kindern zurück

    Das geschieht dann oft in höherem Alter, wenn die Elternteile selbst Zuwendung und Hilfe brauchen.


    - Auch verantwortungslose, wankelmütige und schwache Elternteile bekommen das zurück, was sie verursacht haben.

    Das Kind wird sie später auch dementsprechend einschätzen und behandeln.

    "Wie du in den Wald hineinrufst, kommt es auch zurück"

    Dieser Thread ist eine Weiterführung von Ablauf einer Markteinführung und Produktion


    Es gibt nämlich auch Artikel, die diese Phasen bereits hinter sich haben. Alternativ handelt es sich um ein Produkt, bei dem der Hersteller den Vertrieb und Handel immer nur einem gewissen Importeur für eine gewisse Region überlassen will.

    Durch dieses Exklusivrecht gibt es nur eine einzige Quelle in dieser Region. Dieser Importeur kann dann nach eigenem Ermessen auch die Preise bestimmen.


    Diesmal befinde ich mir nur als "wissender Zuschauer" und nicht mehr als "Akteur" dabei.

    Als "wissender Zuschauer" verfüge ich sowohl über die Kenntnisse aus dem anderen Thread als auch darüber, wie es bei dem bisherigen Importeur abgelaufen ist.

    Ich weiß also bereits seit mehreren Jahrzehnten um alle anfallenden Probleme und kann gespannt zuschauen, ob und wie gut der neue Exklusivimporteur sie handhaben wird.


    Es handelt sich um ein Produkt, das in Asien produziert wird und per Containerschiff nach Europa gelangt.

    Es ist existenzwichtig folgende Fakten zu kennen

    - Währung, in der abgerechnet wird (international immer noch in USD)

    - Bereitstellungszeit bis zum Transportbeginn

    - Transportzeit

    - Transportrisiken

    - umweltbedingte Variablen während des Transports

    - Zollbedingungen

    - Landtransport


    Um ein Exklusivrecht zu erhalten, muss man auch bestimmte Abnahmemenge zusagen

    Trotz gut eingeführtem Produkt muss man also wieder Marktforschung betreiben.

    Der vorherige Importeur wird dir seine Daten nicht überlassen.

    Du musst dich also an die Kunden von ihm wenden, zu denen du auch Kontakte hast.

    Mit deren Informationen und eigenen Einschätzungen kannst du dann versuchen, die für ein Exklusivrecht nötigen Abnahmemengen zuzusagen


    Wenn du Neuling bist und keinerlei Kontakt hast, auf die du zugreifen kannst: Vergiss es besser.

    - Man wird darauf bestehen, dass du deine Abnahmezusagen einhältst.

    - Man erwartet dementsprechende Geldeingänge

    - Sobald die Gelder ausbleiben, schaut sich der Hersteller direkt nach einem anderen Abnehmer in deiner Region um.


    Falls du das Produkt also bis jetzt noch nicht "in Umlauf" bringen konntest, hast du plötzlich einen Wettbewerber, der das Produkt auch anbietet.

    Damit ist auch dein Wettbewerbsvorteil dahin, "die einzige Quelle" zu sein, die damit auch über den Preis bestimmen kann.



    Ich konnte miterleben, wie der spätere neue Importeur versuchte, an die nötigen Daten zu kommen.

    Als einer der Hauptabnehmer dieses Produkts hätte ich ihm eigentlich alles geben können.

    Da es jedoch Firmeninterna waren, musste ich ihn im Dunkeln lassen.


    Mir blieb nur, ihn auf die Transportprobleme hinzuweisen, da ich das Produkt dann später auch kontinuierlich ohne Verzögerungen erhalten wollte. Es war also auch in meinem Interesse, dass er die Probleme erkannte und bewältigte.


    Beim Preis wollte ich ihm keine Anhaltspunkte geben. Kennt er den aktuellen Preis, kann er ihn als "Exklusiv" problemlos erhöhen.

    Soll er doch erst einmal selbst herausfinden, ab welchem Preis ich wieder die Großmengen abnehme.


    Und was ist draus geworden?

    - Der absolute "Asien-Import-Neuling" bekam sein Exklusivrecht für dieses Produkt.

    - Der Preis war "passend"

    - Er hatte aber zu vorsichtig taktiert und daher nur einen Anfangsbestand und nicht die nötigen Mengen im Nachzug

    - Es dauerte zu lange bis er die richtigen Mengen regelmäßig kommen ließ

    - Die Preise stiegen und damit gab es auch keine Mengen mehr, die er loswerden konnte

    - Schlussendlich verlor er sein Exklusivrecht und ich hatte mehrere Importeure zur Auswahl


    Hat er daraus gelernt?

    Eigentlich nicht. Er importiert weiterhin ähnliche Artikel vom gleichen Hersteller.

    Seine Nichtbeachtung der typischen Transportprobleme versuchte er anfangs immer wieder mit "die Produktion wurde eingestellt" zu verschleiern. Taucht dann das Produkt dann aber doch wieder auf + die Zeiträume stimmen auffallend überein, weiß ich was wirklich los ist. Ein paar Minuten Recherche und ich habe das "gut gehütete Geheimnis" der Herkunft aufgedeckt.


    Ist ein Import aus Asien eigentlich grundsätzlich zu empfehlen?

    Ich spreche jetzt nicht von irgendwelchen Billiganbietern aus Asien, bei denen man mal Kleinmengen privat bestellt.


    Ein Import aus Asien macht nur Sinn, wenn die Preise stabil bleiben oder im Steigen begriffen sind.

    Nur dann kann man einen Vorteil aus der langen Containerlaufzeit ziehen.


    Bei oben angeführtem Beispiel handelt es sich um eine Produktgruppe, die seit einiger Zeit massive Preiseinbrüche erlebt.

    Asienware kann in solchen Produktgruppen nicht mithalten. Du kaufst nach heutigen Maßstäben billig ein und kannst die Artikel erst 6-8 Wochen später zu den dann herrschenden Marktpreisen wieder absetzen. Selbst dein eigener Einkaufspreis wird dann schon viel zu teuer sein.


    Sind die Produkte leicht und/oder haben ein geringes Volumen, kannst du sie auch einfliegen lassen. Bei entsprechend niedrigem Einkaufspreis könnte sich das (trotz exorbitanter Frachtkosten) immer noch lohnen.

    Aber Flugtransporte haben ein anderes Problem. Darauf solltest du auf jeden Fall vorbereitet sein.

    Machst du es nicht, solltest du die Idee besser gleich direkt aufgeben. Du hast nicht die finanziellen Mittel, um das Problem erst dann zu lösen, sobald du damit unerwartet konfrontiert wirst.


    Ach hast du doch?

    Nein, hast du nicht. Erst ab einem dreistelligen Milliardenbetrag wäre das Problem direkt lösbar. :joker:


    Keine noch so finanzstarke Firma weltweit hat je zu dieser sofortigen Problemlösung gegriffen.

    Man kann das Problem durch geringere Kosten dauerhaft lösen (geht aber auch in den Millionenbereich) oder man kann entsprechende Vorsorge treffen (kostet dann fast nichts, außer vernünftiger Planung)

    Auf den ersten Blick scheint der Thread in der falschen Rubrik zu stehen. "Ist doch klar, dass ein Manager in der Verwaltung arbeitet". Nein, ganz so klar ist das eben nicht.


    "Manager" kann sowohl Aufgabe/Funktion als auch Teil einer Berufsbezeichnung sein.

    Grundsätzlich bedeutet es nur, dass die Person etwas handhaben (managen) oder organisieren kann.

    Würde man diese englische Bezeichnung übersetzen wollen, müsste es eigentlich "Organisator" heißen.


    Aus einem "Office Manager" würde dann ein "Büro-Organisator" werden müssen.

    Der Begriff "Manager" drückt jedoch zusätzlich auch noch eine leitende/weisende Funktion aus.

    Diese sprachliche Hierarchie findet man im Deutschen nur noch in ganz alten Berufsbezeichnungen wie zum Beispiel "Bürovorsteher".


    Der Begriff "Manager" ist aber nicht auf den reinen Büro- oder Verwaltungsbereich beschränkt.

    Auch im Handwerk ist er anzutreffen.


    Dort kann es sich aber durchaus nicht nur um eine "moderne Bezeichnung" handeln, sondern auch um eine neue Art von Beruf, die sich aus dem ursprünglichen ergeben hat.


    Für mich ist "Facility Manager" das beste Beispiel für so eine Entwicklung.

    "Hausmeister" ~ "Facility Manager"


    Ein Hausmeister

    hat gelernt, wie man Fehler in verschiedenen Bereichen erkennt und sie notdürftig oder fachgerecht behebt. Er muss über alle dazu nötigen handwerklichen Kenntnisse verfügen. Er kann also Kenntnisse aus vielen verschiedenen Berufen anwenden und kombinieren.

    Sein Einsatz beschränkt sich jedoch eher auf kleinere Reparaturarbeiten. Größere Reparaturen lässt er durch Fachfirmen ausführen.


    Ein "Facility Manager"

    hat gelernt, wie man Fehler in verschiedenen Bereichen erkennt. Nachdem er den Fehler eingegrenzt hat, beauftragt gezielt er die zur Reparatur nötigen Fachfirmen.

    Es muss also weiterhin das gleiche Fachwissen vorhanden sein. Die Anwendung wird jedoch einer anderen Person überlassen, die tagtäglich nur diese Fachkenntnisse einsetzt.



    Wenn ein Gebäudebesitzer Personal sucht, kann er also durchaus immer noch gezielt unterscheiden wollen:


    a) Ich suche jemanden, der alle Arten von Reparaturen erledigen kann = Hausmeister

    Handwerkliche Kenntnisse und deren Anwendung sind Voraussetzung


    b) Ich suche jemanden, der alle nötigen Reparaturen organisieren kann = Facility Manager

    Außer organisatorisches Talent muss nichts vorhanden sein.

    Früher durfte man noch Gartenabfälle trocknen und draußen verbrennen.

    Diese "thermische Entsorgung" findet auch heute noch statt, ist jedoch privat schon lange verboten.


    Überall auf den Dörfern wurde Kleinvieh gehalten

    Ein Großteil der Biomasse konnte als gern gesehenes Futter an die Halter von Kaninchen, Hühnern und Schweinen abgegeben werden. Kostenloses Futter.


    "Schöne gute alte Zeit", in der man die heutigen Entsorgungsprobleme nicht kannte *schnief*

    -----


    Solange der Garten "nur zum Anschauen" da war, gab es nur wenige Entsorgungsprobleme.

    Alles wurde mit dem Rasenmäher so klein gehäckselt, dass auch großes Volumen in die kleine Biotonne passte. Die "Miste" nahm den Rest auf und lieferte auch noch schönen Humus für den Garten.


    Sobald der Garten aber wieder bewirtschaftet wurde, nahm die anfallende Biomasse überhand.

    Rasen entfernt und schon mussten Massen an Unkraut entsorgt werden. Pro Woche fiel mehr an, als überhaupt in die 120L-Biotonne passte.

    Ganz kleingehäckselt reichte die Tonne dann doch gerade noch aus.


    Mit der Bewirtschaftung fielen jetzt aber noch zusätzliche Bioabfälle an. Pflanzenteile, die man auf keinerlei Art verwerten kann.

    Etwas konnte ich noch an den Betreiber eines Bio-Hühnerhofes loswerden, der wirklich noch "nur Natur" verfüttert.

    Irgendwann konnte der aber auch nichts mehr davon gebrauchen.


    Herbst 2023 ...

    Die angefallene Biomasse war absolut zu viel geworden. Die Biotonne war immer voll.

    Ich hätte die "Miste" entleeren und den produzierten Humus im Garten verteilen können. Sonst die Jahre war es immer gut, da ich immer einen Mangel an Gartenerde hatte.

    Durch eine Umstrukturierung des Gartens waren aber viele Kubikmeter Erde angefallen, die ich jetzt zu viel hatte. Da konnte ich nicht noch zusätzliche gebrauchen.


    Die letzte Lösung:

    Alles wird entlang einer Hecke aufgestapelt. 2x1,5x1,5 Meter = 4,5 Kubikmeter.

    "Über den Winter müsste ich es wohl schaffen, die über die kleine Biotonne zu entsorgen"


    Erst rechnen, dann hoffen!

    Selbst wenn die Masse auf die Hälfte zusammenfällt, sind das immer noch 18 Biotonnen., die in den nächsten 36 Wochen abgeholt werden würden.

    Das hätte nie im Leben funktioniert.


    Frühjahr 2024 ...

    Der Komposthügel war schon zu einem großen Teil zu Erde geworden. Der Winter hatte da wohl kräftig mitgeholfen.

    Ist natürlich jetzt mit Unkrauttrieben durchsetzt ... aber egal. "Damit kann man arbeiten".


    Bio-Saisontonne bestellt. Kaum geliefert, wurde sie auch schon gefüllt. "Hurra endlich weg mit der Masse"

    Was dann aber erst Monate später geschah :lach:


    Am Anfang war die zusätzliche Tonne "Luxus Entsorgung pur".

    Danach begann die Wachstumszeit und sie war "gerade ausreichend" .. vor allem da wir mal etwas ganz anderes versuchten.


    Saison-Biotonne oder Wertstoffhof


    2025 ...

    Das "ganz Andere" hatte nur für eine Verschiebung gesorgt. Was ich 2024 nicht hatte, fiel dafür 2025 noch zusätzlich an.

    Sobald die Saison begann, waren jetzt alle Biotonnen immer bis oben hin gefüllt.


    Hinzu kommt, dass das Wetter ein regelrechter Wachstumsbeschleuniger ist.

    Kaum sind die Tonnen entleert, kann man sie auch schon am gleichen Tag wieder komplett mit Unkraut befüllen.


    Büsche und Hecken schneiden = Nur für einen einzigen Schnitt fallen gleich 1000 Liter an Biomasse an.

    Einmal den ganzen Rasen mähen = 240 Liter an Rasenabschnitt.


    a) Ich muss mich mit Gartenarbeiten nach der dabei anfallenden Biomasse richten

    - Die Hecken wurden jetzt erst geschnitten.

    - Der Rasen wird sequentiell und jeweils nur einmal die Woche gemäht


    b) Ich muss die Biomasse so im Garten einsetzen, dass sie unerwünschte Biomasse verhindert.

    - Der Rasenabschnitt landet dort, wo ich kein Unkraut haben will.

    - Je nach Hecke können die Abschnitte zum gleichen Zweck verteilt und eingesetzt werden


    c) Ich muss manches auch einfach mal ignorieren können

    Wenn überall die Rasenmäher dröhnen, bleiben meine Rasenmäher im Stall.


    Nur vor dem Haus wird einmal die Woche mit dem kleinen Akku-Mähzwerg "drüber gehuscht".

    Der Rest bleibt eine naturnahe Rasenfläche mit vielen kleinen Blümchen drauf.


    d) Durch Änderungen im Garten kann man das Entstehen von Biomasse direkt verhindern

    Vor dem Haus letztes Jahr von normalen Rasen auf Trockenrasen umgestellt. Da waren wohl nicht nur Grassorten, sondern auch Klee mit in der Mischung. Daher muss er wirklich kaum gemäht werden und wenn doch, dann gibt es recht wenig Biomasse, die entsorgt werden muss.


    Eins meiner "Haupt-Biomasseprobleme" lässt sich also auch ganz gezielt und auch dauerhaft lösen.


    Da der restliche Rasen dieses Jahr nicht vertikuliert wurde, werde ich beim nächsten Mal beim Vertikulieren "bis auf den Grund gehen".

    Der Rasen lässt sich damit zwar nicht abtragen, aber wenn ich direkt Klee hinein säe, wird er langfristig die Oberhand gewinnen.


    Einen Rasenabzieher zu mieten wäre zwar sehr viel sinnvoller.

    Dabei habe ich aber dann aber eine Menge Biomasse, die ich nicht mehr entsorgt bekomme. Im Endeffekt muss alles bis auf 15-20cm Tiefe abgetragen werden, weil der Rasen schon Jahrzehnte steht.

    Mit einem solchen Abzieher hat eine GaLaBau-Unternehmen bei einem anderen Haus mehrere Wochen nacheinander immer wieder erneut kommen können... und das nur, damit ein neuer Rasen eingesät werden kann .. den ich dann ja nicht mehr haben will.


    Diese Aktion wird ... oder besser gesagt "sollte" ... dann wohl eins der letzten großen Experimente werden.

    Damit enden dann auch alle Experimente von "Ratgeber im Garten".


    Bin gespannt, ob wir dann endlich zu einem Garten übergehen können, bei dem dann alles bekannt und gesichert ist.

    Nur noch die übliche Pflege, Ernten und ansonsten "einfach genießen"

    Ein großer Garten mit vielen Pflanzen ist gut für die Umwelt, erzeugt durchaus auch sehr viel an Biomasse. Biomasse, die man dann auch unterbringen oder entsorgen können muss.


    Möglichkeit 1) - Selbst kompostieren mit Zusatznutzen

    Mit den üblichen Kompostierbehältern kann man nur relativ kleine Mengen selbst kompostieren. Es dauert längere Zeit bis aus der Biomasse Kompost geworden ist. Später kann man nur noch das Volumen kompostieren, das man vorher als Kompost entnehmen konnte.

    Irgendwann kann man aber mit dem Kompost nichts mehr anfangen.


    Möglichkeit 2) - Kleine Biotonne

    Nur wenn man einen relativ kleinen Garten hat, kann man sie zur Entsorgung der Biomasse aus dem Garten mit einbeziehen. Spätestens in der Wachstumsphase wird sie dann aber nicht mehr ausreichen.


    Möglichkeit 3) - zusätzliche Bio-Saisontonne

    Gegen eine Jahresgebühr ab 64€ steht ca. Mai bis November eine zusätzliche Biotonne mit 240 Litern zur Verfügung.

    7 Monate mt 2-wöchiger Abholung ~ rund 5€ po Abholung


    Es kostet also mehr als eine Kofferraumladung, die man selbst zur Annahmestelle bringt

    ABER

    - Fahrtzeit und Weg zur Entsorgungsstelle gespart.

    - Keine Öffnungszeiten, an die man sich halten müsste

    - Das Volumen kann vollständig zu Entsorgung genutzt werden.

    - Keine Fahrzeugvorbereitung oder -Reinigung nötig.



    Möglichkeit 4) - Selbst zur Wertstoffannahme bringen

    Biomasse ist grundsätzlich wertvoll. Aus ihr entsteht später Humus, der weiterverkauft werden kann oder sie wird zu einer Energieform, die zum Heizen genutzt werden kann. Auch Strom lässt sich damit erzeugen.


    Die Kommunen sollten also eigentlich dankbar dafür sein, dass man ihnen diesen wertvollen Rohstoff kostenlos bringt. 

    Falsch gedacht: "Wir entsorgen deine Biomasse. Also musst du uns dafür auch bezahlen"

    Du bezahlst also dafür, dass du ihnen den Rohstoff gibst. Du bezahlst aber noch einmal, wenn du den Rohstoff später in umgewandelter Form von ihnen abnimmst.


    Eine Kofferraumladung Biomasse kostet ab 3€. 

    Je nach Kommune kann es aber auch erheblich mehr kosten

    Schau dir den Kofferraum deines Fahrzeuges an und überlege dir, was da wirklich hineinpasst.


    Bis zu 1 Kubikmeter ist man ab 6€ dabei

    Ein Kleinwagen hat bei umgelegten Rücksitzen ca. so ein Volumen. Auch damit kann man keine größeren Mengen bewegen.


    Bis zu 2 Kubikmetern geht es ab 12€ los

    Das ist eine Kombiladung. Damit schafft man schon so einiges weg.


    ABER

    An den Annahmestellen wird nicht wirklich geschaut, wie viel man da anbringt. Es wird nach Augenschein taxiert:

    - Kofferraum geschlossen und im Innenraum ist nichts zu sehen = Kofferraumladung

    - Rücksitze umgelegt = 1 Kubikmeter bei normalen PKW

    - Kombi = Kombi. In der Regel wird direkt versucht für bis zu 2 Kubikmetern zu kassieren - auch wenn die Rücksitze nicht umgelegt sind.


    Kleinwagen zahlen also per se schonmal drauf, weil sie zu kleine Kofferräume haben.

    Limousinen mit großen Kofferräumen bekommen das Meiste für ihr Geld.

    Sobald etwas länger aussieht wird automatisch vom größtmöglichen Volumen ausgegangen.


    Es fegt also absolut unfair zu. Da darf man dann gar nicht dran denken, dass man es ja nie schafft, Bioabfall so dicht und lückenlos zu packen, dass man wirklich die berechneten Kubikmeter anliefert.

    Nein, es sind noch keine weiteren 10 Jahre herum

    Meine Maschine hat 5 Jahre gehalten, aber auch nur, weil sie 3 Jahre davon gar nicht benutzt wurde.:saint:


    Die Maschinen werden auch heute noch in vielen Variationen und von billig bis hin zu absoluten Wucherpreisen angeboten.


    Eigentlich bestehen sie aber doch nur aus einem Behälter für das Wasser + einem Tumbler, der am Boden sitzt + einem Ablaufschlauch.

    Völlig unsinnig, weil man doch nur den Tumbler-Motor + einen Eimer brauchen würde.


    Hier ist sie nun die wirklich kleine "Waschmaschine", die man überall mit hinnehmen kann und die nach Gebrauch in einer Schublade verschwinden kann.


    Das funktioniert und die Wäsche wird auch wirklich sauber :thumbup:


    Wasser + Waschmittel in einen Eimer. Gerät an der Innenseite mit den Saugnäpfen andrücken.

    Wäsche rein + Stecker rein. Schon wird das 15-Minuten-Programm gestartet.

    Für weit unter 20€ kann man nicht besonders viel falsch dabei machen.



    Wie in der Werbung angepriesen, zusätzlich auch noch als "Spülmaschine" benutzen?

    Na dann guten Appetit:lach: :joker:





    Das war früher mal eine Sendung im TV, die über Maschen berichtete, mit denen die Menschen betrogen und abgezockt werden sollten.

    Zu der Zeit wusste man, worauf man nicht reinfallen sollte.

    Wenn alle die Tricks kennen, funktionieren sie nicht mehr und man hört damit auf.


    Wenn man heutzutage über alle Maschen berichten wollte, würde eine 24/7 Dauersendung nicht mehr ausreichen.

    Mittlerweile sind die alten Maschen aber schon wieder in Vergessenheit geraten.

    Deshalb werden sie auch wieder aus der Klamottenkiste geholt und sie funktionieren jetzt auch wieder.


    Hier einige typische Maschen, die Betrüger immer mal wieder am Telefon einsetzen.


    Illegale Werbeanrufe bei Privatpersonen

    Es ist Firmen verboten, mit unterdrückter Nummer bei einer Privatperson anzurufen.

    Es muss die eigene Firmennummer angezeigt werden.

    Es ist weiterhin verboten, eine Privatperson ohne deren vorherige schriftliches Einverständnis anzurufen.

    Es wird trotzdem gemacht und es werden auch Nummern angezeigt, die es gar nicht gibt.


    Die Aufzeichnung eines Anrufs muss vorher vom Angerufenen genehmigt werden

    Obwohl es illegal ist, werden trotzdem Gespräche ohne vorherige Zustimmung aufgezeichnet.


    Es wird nach Personen gefragt, die es nicht gibt.

    "Mit wem spreche ich denn dann?"

    Mit dieser Masche bekommt man dann die persönlichen Daten, die dann später auch durchaus in einem angeblichen Vertrag auftauchen können.


    "Sie haben etwas gewonnen"

    Angeblich hat man automatisch irgendwo an einem Gewinnspiel teilgenommen.

    Mit dieser Masche kommt man dann an Adress- und Kontodaten.


    Die verstorbene Person hatte etwas bestellt

    Die angebliche Bestellung der verstorbenen Person betrifft in der Regel Produkte, bei denen es "peinlich ist", wenn andere davon erfahren.

    Eine der miesesten Maschen, die leider zu geschätzten 80% erfolgreich ist, weil man das Andenken der verstorbenen Person nicht durch irgendwelche Prozesse entehren will.


    Es wird ein Probeabo angeboten

    Für einige Zeit bekommt man z.B. eine Zeitschrift kostenlos zur Probe. Unerwähnt bleibt jedoch, dass der Probezeit eine kostenpflichtige Abo-Zeit folgt. Die entsprechend nötige Widerrufserklärung liegt der ersten Probe-Zeitschrift bei... ist jedoch unscheinbar, dass man sie nicht bewusst wahrnimmt.

    Nach Ablauf der Probezeit kommen dann weitere kostenpflichtige Lieferungen, weil man ihnen nicht ausdrücklich widersprochen hat.


    Wir machen nur eine Umfrage

    Sobald man zugestimmt hat, geht es jedoch nicht mehr um eine Umfrage, sondern es wird etwas angeboten.


    Es klingelt nur 1 oder 2 Mal, aber immer wieder

    Wenn man daraufhin zurückruft, erreicht man zwar keinen, aber auf der Telefonrechnung erscheint später ein enorm hoher Gebührenbetrag.


    Das waren jetzt nur Telefon-Betrügereien, die man heute auch noch (oder wieder) kennen sollte


    1) Bei unterdrückter oder unbekannter Nummer nicht mit Namen melden 

    Die anrufende Person hat sich zuerst mit persönlichen Namen + Firmennamen vorzustellen.


    2) Beginnt die angezeigte Nummer mit "00" oder "+" handelt es sich um einen Anruf aus dem Ausland

    Rechne damit, dass ich ein Betrüger meldet, der sich nicht an die Gesetze halten will.


    3) Deine eigene Vorwahl wird angezeigt, aber man spricht dich in einer anderen Sprache an

    99,99% Wahrscheinlichkeit, dass die angezeigte Nummer gefälscht ist.


    3) Wird direkt am Anfang nach deinem Namen gefragt, hat man einfach irgendeine Nummer gewählt

    "Wer mich anruft, weiß wen er anruft. Weiß er es nicht, will er auch nicht mich anrufen".


    4) Selbst "ehrliche Gewinnanrufe" können eine Falle beinhalten

    "Nehmen Sie den Gewinn an?" Der Gewinn kann durchaus mit einer anderen Pflicht verbunden sein, der man mit einem "Ja" zustimmen würde


    5) Nie zurückrufen, wenn es immer nur so kurz klingelt, dass man gar nicht rangehen kann

    Es ist möglich, dass es sich um eine gefälschte Nummer handelt, hinter der eigentlich eine Premiumnummer steckt. Der Anrufversuch kann bis zu 30 Euro kosten. Man kann sich zwar später beschweren, trotzdem ist das Geld aber erst einmal weg.


    Nutzt es etwas, wenn man einfach nicht rangeht?

    NEIN. Oft steckt dahinter eine Software, die einfach so lange immer wieder anruft, bis jemand ran geht.


    Nutzt es etwas, wenn man sich beschwert?

    NEIN. Bei falschen Nummern gat es keine Auswirkungen.

    Bei richtigen Nummern nutzt es auch nichts, weil Betrüger eine Vielzahl an Nummern haben.


    Nutzt es, wenn man den Anruf einfach abweist?

    Nur, wenn man die Nummer danach als Spam markieren kann, sodass sie beim nächsten Versuch gar nicht mehr durchkommt.

    Das muss man dann aber immer wieder machen.

    Und da war da noch der regionale Glasfasernetzbetreiber, der jetzt einen neuen DSL-Kunden gewinnen wollte


    Ich spare mir die Vorgeschichte aus dem Jahr 2019, da ich sie bereits unter Glasfaserkabel-Vertrag beschrieben habe.


    Diesmal wurde jedoch eine Leistung von 100 Mbit/s für DSL angeboten

    Alle Anbieter haben in ihren Verträgen und AGB eine Klausel, dass sie nur das, was technisch möglich ist, liefern müssen.

    Mit einem Vertragsabschluss wird das automatisch akzeptiert.

    Damit kann man später auch nicht mehr reklamieren, dass die versprochene Leistung gar nicht erbracht wird.


    Es ist daher wichtig, dass man sich erst noch informiert, was eine vorhandene Telefonleitung wirklich schafft. 

    Das erfährt man oft, indem man einfach mal bei der Telekom nachschaut, was die für Geschwindigkeiten anbieten können.


    Zitat

    "Wie soll diese Leistung verwirklicht werden?

    Die Telefonleitung aus den 1980er Jahren unter der Straße schafft gerade eine 0,375 Mbit/s."

    Zitat


    "Die 100 Mbit/s liegen schon am Glasfaserkasten an. Das wird dann eben aus der Glasfaser abgezweigt.

    Die liegt ja schon seit 2022 in der Straße"

    Zitat

    "Die Straße wurde seit 2019 noch nie aufgerissen. Da liegt kein Glasfaserkabel. Ihre Kollegen sind gerade erst in der Vermarktung für die Glasfaseranschlüsse."

    Zitat

    "Laut unseren Unterlagen aber schon. Die Hausnummern x,y,z haben doch alle schon Glasfaser"

    Zitat

    "Bitte mal Ihre Baupläne anschauen. In diesem Teil der Straße ist keine Glasfaser."

    Nach eingehender Recherche zeigte sich dann, dass die beworbenen 100 Mbit/s gar nicht möglich sind.

    Maximal 50 Mbit/s können angeboten werden.

    Da ich diese Leistung bereits zum gleichen Preis bekomme, macht es keinen Sinn einen neuen Vertrag abzuschließen.

    Man kann immer wieder beobachten, wie in Gärten Bäume entfernt werden:

    Äste absägen, Stamm Stück für Stück absägen. Das geht relativ schnell und wird deshalb auch gerne von GaLaBau-Unternehmen recht günstig erledigt.

    Der abgesägte Baum wird auch kostenlos mitgenommen.


    Am Ende bleibt dann aber immer noch ein mehr oder weniger hoher Baumstumpf stehen.

    Kann man ihn als Tisch o.ä. benutzen, ist ja alles in Ordnung. Ansonsten hat man jetzt Ärger damit und/oder hohe Kosten



    Wie bekommt man einen Baumstumpf aber ohne hohe Kosten wieder weg?


    "Verrottungsbeschleuniger"

    Damit soll sich der Baumstumpf schneller zersetzen und ist "schon nach rund 10 Jahren weg".

    10 Jahre waren für mich 2016 keine Option.


    Irgendwelche anderen Mittel

    Die meisten Mittel sind unzulässig, da sie auch den Boden verseuchen. Es ist nur sicher, dass alle Pflanzen rundherum absterben.


    Ausbrennen

    a) Man darf schon lange nichts mehr draußen verbrennen

    b) Das Feuer wird sich nicht auf den Baumstumpf beschränken, sondern auch auf das Wurzelwerk übergreifen.

    Unter der Erde lassen sich Feuer nur sehr schwer löschen.


    Unter der Erde erstickt das Feuer aber doch sowieso?

    Bei meinem Vorgehen habe ich zwischendurch immer wieder mal gemessen, wie groß der Hohlraum unter dem Baumstumpf war. Am Ende reichte eine 2 Meter Stange nicht mehr aus, um den Grund zu erreichen.

    Ein gelegtes Feuer hätte sich also unterirdisch weiter ausgedehnt. In meinem Fall also auf einen Umkreis von 6 Metern oder sogar noch mehr.


    Mein Vorgehen

    Mir stand keine Kettensäge zur Verfügung, sondern nur einfache Handgeräte. Also konnte ich nur "Mutter Natur" bei der Zersetzung unterstützen


    - Alles was den Baum normalerweise schützt, entfernt

    Wo sich ein Ansatzpunkt fand, Rinde/Borke mit Hammer und Meißel von oben abgeschlagen


    - Weitere Schwachstellen hinzufügen

    Auf dem Baumstumpf immer wieder Risse erweitert.


    - Immer wieder etwas manuell abgetragen

    Sobald sich ein erster Ansatz zu einem Loch von oben bildete, es immer mal wieder etwas erweitert.


    - Im Winter Wasser in die Risse gegossen

    Sobald es zu Eis wird, erweitert es die Risse bis in die Tiefe.

    Mit Holz + Wasser hat man vor Urzeiten sogar in Steinbrüchen gearbeitet, um Steinblöcke herauszu"sprengen".


    - das abgetragene Material nicht entfernt, sondern ins entstandene Loch geworfen.

    Die Mengen wurden sowieso zu groß, um sie anders zu entsorgen.


    Im Baumstumpf bildete sich eine Lebensgrundlage für alles, was die Verrottung weiter beschleunigte.

    Immer schutzloser dem Wetter ausgesetzt, begann dann er dann auch von außen zu schwächeln.

    Insekten und Pflanzen sorgten dafür, dass sich der Baumstumpf immer weiter und immer schneller zersetzte.


    Als ich 2016 damit begann, schien es eine sinnlose Arbeit zu sein. Es gab keine großen Erfolgserlebnisse. 

    Ich habe es auch immer nur gemacht, wenn etwas "locker" aussah.

    2022 war es dann nur noch ein großes Loch mit einer Holzumrandung, in die ich mit der Axt eine erste Lücke schlagen konnte.

    2023 war der Stamm dann so geschwächt, dass nur noch zwei Halbkreise standen.


    Weiter machen?

    In Bodennähe war das Holz immer noch steinhart. Jetzt hätte es Sinn gemacht, sich eine Kettensäge zu leihen. Ein Schnitt rundherum und der Stumpf wäre weg gewesen. Vielleicht hätte man das ja auch schon Jahre vorher machen können.


    Ich wollte aber keine Baumscheibe stehen lassen, sondern wirklich alles weghaben. Das Wurzelwerk kam aus dem Rasen heraus und würde mich dann auch noch viele Jahre später ärgern.


    Am Ende wurde der Baumstumpf dann inklusive Wurzelwerk herausgezogen

    Dabei waren ein Bagger + ein LKW im Einsatz.



    Am unscheinbaren Rest vom Baumstumpf hing dann noch ein schweres Wurzelwerk in Anhängergröße dran.


    Was ist eigentlich aus dem riesigen Loch unter dem Baumstumpf geworden?

    Anfangs dachte ich noch "Baumstumpf rausbaggern und in den Hohlraum darunter einen Regenwassercontainer setzen".

    Dadurch, dass ich immer wieder alles abgetrennte Material in den Baumstumpf geschüttet hatte, fiel es natürlich irgendwann auch einmal in das Loch darunter.

    Nachdem der Baumstumpf komplett draußen war, gab es daher kein riesiges Loch darunter mehr.


    Mehrere Schubkarren voll mit Unkrauterde, altem Rindenmulch und ähnlichen Material füllten das Loch dann relativ schnell wieder.

    Eine leichte Erhebung gelassen, die mit der Zeit immer weiter zusammengesunken ist. Mit der Rasenwalze drüber und etwas alten Rasensamen drauf.

    Schon im nächsten Frühjahr wies nichts mehr darauf hin, dass hier einmal ein Baumstupf gestanden hatte.