In den letzten Wochen gab es spektakuläre Bankeinbrüche, bei denen immer auch Schließfächer aufgebrochen wurden.
Schließfächer befinden sich immer hinter dicken und extra abgesicherten Tresortüren.
Zugang zu diesen Tresoren und den sich darin befindlichen Schließfächern wird nur den Bankangestellten und den Kunden gestattet, die dort ein Schließfach angemietet haben.
So spektakulär sehen Schließfächer eigentlich gar nicht aus:
Es handelt sich sozusagen um Regale, in denen jeweils einzelne kleine Tresore untergebracht sind.
Wie läuft es ab, wenn man ein Schließfach hat?
Zuerst einmal muss man ein Schließfach anmieten.
Die gibt es in verschiedenen Größen und je nach Bank gibt es auch nur eine ganz bestimmte Menge an Schließfächern. Erst wenn eins der Fächer frei wird, kann man es wieder neu anmieten.
Bis dahin wird man auf eine Warteliste gesetzt und kann durchaus einige Jahre abwarten müssen, bis man endlich sein Schießfach hat.
Jetzt hast du deine Schließfachschlüssel und kannst dort deine Wertgegenstände verstauen
Je nach Bank ist der Inhalt der Schließfächer versichert oder eben auch nicht.
Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte nötigenfalls eine extra Versicherung für den Inhalt abschließen.
Du musst an dein Schließfach ran
Um an ein Schließfach ranzukommen, muss man sich legitimieren.
Nur der Inhaber und berechtigten Personen wird der Zutritt gewährt.
Jeder Zugriff wird gesondert in eine Liste eingetragen.
Bankangestellte und Schließfachinhaber unterschreiben und danach wird man in den entsprechenden Tresorraum geführt
Danach wird man in den entsprechenden Tresorraum geführt.
Die/der Bankangestellte schließt das Schließfach mit einem Zentralschlüssel auf und erst danach funktioniert der eigene Schlüssel.
Die/der Bankangestellte verlässt den Raum, sodass man ungestört den Inhalt des Schließfaches sichten/entnehmen oder ergänzen kann.
Schließfach zu. Fertig.
Jetzt geht es den Weg zurück zum normalen Publikumsbereich der Bank
Wie sieht es mit der Sicherheit aus?
Die Sicherheit besteht vorrangig darin, dass man nicht so einfach in den Tresor hineinkommt. Auch wenn in der Bank Geschäftsbetrieb herrscht, heißt das noch lange nicht, dass auch der Tresor geöffnet werden kann.
Natürlich sind überall Sicherheitskameras und man muss nicht extra betonen, dass alles auch aufgezeichnet wird.
Was man dem Schließfach entnimmt, ist jedoch nicht im Sichtbereich der Kameras.
Außer dir weiß oder erfährt also keiner, was du in deinem Schließfach aufbewahrst.
Da die/der Bankangestellte zwar nicht im Raum ist, aber trotzdem noch hineinsehen kann, kann man sich auch nicht unbemerkt an anderen Schließfächern zu schaffen machen.
Würde man es trotzdem versuchen wollen, genügt ein Knopfdruck und schon ist man im Tresorraum gefangen.
...
Je nach Bank gibt es mehrere Regale mit Schließfächern, die alle auch die gleichen Nummern tragen.
Das ist ein zusätzliches Sicherheitsfeature.
Wenn man nicht weiß, wo sich das eigene Schließfach befindet, wird die/der Bankangestellte schon aufmerksam oder sogar stutzig werden.
Im Zweifelsfall kann sie/er sich dann sogar weigern, die Schließfunktion für deinen Schlüssel mit dem Zentralschlüssel freizugeben.
Die Sicherheit von Schließfächern ist also extrem hoch.
Einbrüche in Tresorräume (wie vor einiger Zeit in Gelsenkirchen) sind sehr selten. Aufbrüche von einzelnen Schließfächern geschehen ähnlich selten und wenn dann ganz gezielt, weil bekannt ist, was dort gelagert wird... und weil man glaubt, dass sich das Risiko lohnen könnte.
Pech, wenn man dann nur Sachen findet, die nur einen ideellen, aber keinen realen Wert darstellen. ![]()
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