Beiträge von Ratgeber

    Am Wochenende habe ich einen Mann gesprochen, in denen (bis auf das Baby) alle Covid-19 bekamen. Bei Großmutter, Großvater, Vater und Mutter brach die Krankheit aus und jeder litt unter ganz anderen Symptomen.

    Aus Sicherheitsgründen fand das Gespräch im Freien und mit rund 3 Metern Abstand statt.

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    Die Familie lebt in getrennten Haushalten, jedoch in einem gemeinsamen Haus. Unter solchen Bedingungen verbreitet sich das Virus im ganzen Haus, sobald es einmal hinein gekommen ist.


    Zu einer feierlichen Gelegenheit kamen Gratulanten. Selbstverständlich hielt man sich an die 1+1 Regel: Es war nie mehr als ein Gratulant zu Besuch. Erst wenn einer gegangen war, kam der nächste zum Gratulieren.


    Später stellte sich heraus, dass einer der Gratulanten infiziert gewesen war. Er war infektiös - verbreitete also das Virus - aber die Krankheit war bei ihm selbst noch nicht ausgebrochen.


    Als es bekannt wurde, kamen natürlich alle aus der Familie in Quarantäne. Da die anderen Gratulanten keinen direkten Kontakt gehabt hatten, blieben sie vorerst davon verschont.

    Am Anfang sah es so aus wie bei vielen Betroffenen: Sie saßen in Quarantäne und es passierte nichts.


    Die erste Person nutzte die Gelegenheit, sich durch einen PCR-Test "freitesten" zu können. Pech gehabt. Der Test fiel positiv aus. Die Quarantäne ging für sie weiter. Sie war infiziert, verspürte aber kaum Symptome. Dann brach die Krankheit auch bei allen anderen aus. Die Frau verlor ihren Geruchs- und Geschmackssinn. Die Großmutter des Babys machte einen mittelschweren Verlauf durch. Als der Großvater gerade noch dachte, er wäre verschont geblieben, brach die Krankheit dann auch bei ihm aus. Er hatte dann den schwersten Verlauf .


    Die Familie war vor der Infektion insgesamt "fit wie ein Turnschuh". Alle gingen ihrer, teilweise schweren körperlicher, Arbeit nach. Keiner hatte eine Vorerkrankung oder zählte sonstwie zu einer Risikogruppe.


    Der Vater (mit dem kaum spürbaren Verlauf) erzählte mir, dass er immer noch unter den Folgen leidet. Bereits für eine kleine Treppe reichte seine Kraft kaum aus. Wochen später versucht er immer noch auf ein normales Fitness-Level zu kommen.

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    Da ich beruflich täglich mit dem Virus und Schutzmaßnahmen gegen ihn zu tun habe, wurde mir bei der Schilderung der Besuche schon "ganz anders".


    - "Habt ihr nicht daran gedacht ...."

    - "Wir hatten uns vorher überhaupt nicht näher damit beschäftigt. Aerosole ? Masken ? Desinfizieren ? Lüften ? Mussten wir ja nicht. Wir hielten uns ja an die 1+1 Regel. Was hätte schon passieren sollen ? Heute wissen wir es natürlich besser.

    - Und was meint dein Arzt jetzt ?

    - Er meint, dass ich die nächsten 3 Monate immun gegen Covid-19 bin. Ich kann es nicht bekommen und auch nicht weiter geben.

    - 3 Monate ?

    - Ja, einen längeren Zeitraum wollte er nicht zusichern.


    Was kann man aus dieser Schilderung für sich persönlich mitnehmen ?


    Haltet euch auf dem Laufenden, was die Infektionswege und Gegenmaßnahmen betrifft

    Corona wird vorrangig über die Luft übertragen. Viren filternde Schutzmasken und regelmäßiges Lüften verringern die Viruslast, die man eintatmet.

    Zusätzlich kann das Virus auch noch über gemeinsame Kontaktflächen übertragen werden.


    Legt Verhaltensvorschriften nicht so aus, wie sie euch persönlich in den Kram passen.

    1+1 heißt nicht 1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1

    Ein einziger Gast hat ausgereicht, um die ganze Familie zu infizieren. Weitere Gäste wurden später dann Kotaktpersonen ersten Grades, weil sie direkten Kontakt zur infizierten Familie hatten. Auch sie durften dann einige Zeit in Quarantäne verbringen.


    Denkt nicht, euer Alter oder Gesundheitszustand könnten euch vor einer Infektion schützen

    Die infizierten Personen waren fit und zwischen Mitte 20 und Mitte 60.


    Wenn ihr eine Infektion überstanden habt, glaubt nicht, dass ihr jetzt wieder "ganz normal" leben könntet.

    Es steht immer noch nicht fest, wie lange genau man danach immun sein wird. Ihr könnt sogar während der scheinbaren Immunität an einer anderen Mutation von Covid-19 erkranken.

    In Kürze wird (mal wieder) ein enormer Bedarf an Schnelltests und PCR-Tests entstehen. Je nach Bundesland und Region sind die staatlichen/medizinischen Einrichtungen bereits zu "normalen Zeiten" so überlastet, dass man das Testergebnis erst bis zu 10 Tage später erhält.

    Eine so lange Wartezeit ist kontraproduktiv, wenn man das Ergebnis für einen ganz bestimmten Anlass braucht.


    Das haben die ersten Gründer als Chance gesehen, spezielle "Test-Firmen" zu gründen.

    In solchen "Test-Läden" kann man professionelle Antigen-Schnelltests durchführen lassen. Das Ergebnis gibt es dann bereits 15 Minuten später.

    Gleichzeitig kann man dort aber auch PCR-Tests durchführen lassen. Das Ergebnis gibt es dann innerhalb von 48 Stunden.


    Wie wird gearbeitet und was kostet es ?

    Aktuell gibt es noch keine Antigen-Selbsttests für Laien auf dem Markt. Es handelt sich also um Test-Kits für den medizinischen Bereich. Der Schnelltest muss also durch eingewiesenes Fachpersonal durchgeführt werden. Kostenpunkt bei den ersten solcher Firmen: 32 Euro


    Die Probenentnahme für den PCR-Test muss professionell erfolgen. Danach gehen die Proben an ein spezielles Labor, das die Proben auswerten muss. Die ersten Firmen berechnen 72 Euro für den PCR-Test.


    Die Zuverlässigkeit beruht also nicht auf den Testergebnissen, sondern allein auf die Art der Probenentnahme. 

    Die Entnahme für den Schnelltest wird schon länger in allen Arten von Heimen und Schulen speziell beigebracht. Hier braucht es also nur eine spezielle Einweisung. Diese Einweisung sollte irgendwo dokumentiert/belegt sein.

    Auch die Probenentnahme für PCR-Tests können speziell eingewiesene Personen durchführen. Auch diese Einweisung sollte irgendwo belegt sein.


    Das Geld für die Tests ist sicher gut angelegt. :thumpu:

    Die Probenentnahme erfolgt professionell und die Personen, die sie durchführen, haben darin dann auch Routine. Die Fehlerquote ist garantiert geringer, als wenn man sich demnächst irgendwo einen Laien-Schnelltest kaufen würde.


    Gleichzeitig werden einerseits weitere Labore eingebunden, die bisher nicht zum Zug kamen oder die Kapazitäten frei haben.

    Das schafft Freiräume für die sonst üblichen Labore. Insgesamt verteilt sich die Last dadurch und überall gibt es schneller die Testergebnisse.


    Im letzten Punkt sorgt es dafür, dass ein PCR-Test nicht mehr bis zu 160 Euro kostet. Jetzt entsteht ein Wettbewerb unter den Laboren, die bisher dachten, dass sie eine marktbeherrschende Stellung zu ihren Gunsten ausnutzen können.


     Insgesamt gute Aussichten für alle, die möglichst unkompliziert und schnell einen Test benötigen.

    Leider gibt es noch keine Antigen-Schnelltests im Handel. Wir können also die Kosten des professionellen Test noch nicht mit ihnen vergleichen.

    Für Deutschland wurden 3 Antigen-Schnelltests zugelassen.

    - "Clinitest Rapid Covid-19 Self Test" von Healgen Scientific LLC

    - "Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card" von Xiamen Boson Biotech

    - "Lyher Covid-19 Antigen-Schnelltest (Nasal)" von Hangzhou Laihe Biotech.


    Nur diese Tests sind für den privaten und laienhaften Schnelltest zugelassen. Nur diese dürfen in Handel und Apotheken frei verkauft werden.


    Andere zugelassene Tests sind nur für den professionellen Einsatz gedacht und zulässig. Die kleinste Unachtsamkeit kann zu einem völlig falschen Ergebnis führen.


    Antigen-Tests sind aber auch im professionellen Einsatz nur bedingt zuverlässig. Wenn das Ergebnis positiv ist, sollte man unbedingt noch einen zuverlässigeren PCR-Test durchführen lassen.

    Beim "Original-Virus" vergehen rund 10 Tage, bis man sicher sein kann, dass man das Virus nicht mehr übertragen kann. Deshalb wurde die Quarantänezeit auch auf 10 Tage festgesetzt.


    Bei den Mutationen geht man aktuell davon aus, dass die jeweilige Mutante nicht nur viel ansteckender, sondern auch viel länger ansteckend sein kann. Bei Kontakt mit einer an einer Person, die sich mit einer Mutation infiziert hat, gilt daher auch eine länge Quarantänezeit von oft 14 Tagen ab dem Kontakt.


    Aus der "Mutanten-Quarantäne" kann man sich nicht mehr "freitesten", sondern muss auch bei zwischenzeitlich negativen Tests weiterhin in Quarantäne verbleiben.


    Aktuell ist noch nicht ganz genau bekannt, wie lange eine Mutation jeweils aktiv ist. In der Hinsicht befundet man sich erst an den Anfängen der Studien. Es kann also durchaus sein, dass man demnächst nicht nur 2, sondern sogar 3 oder 4 Wochen in Quarantäne muss.

    Wenn man den neuen Bedingungen nicht zustimmt, kann man für einige Wochen nur noch Nachrichten und Anrufe bekommen.

    Antworten oder anrufen kann man dann aber nicht mehr.


    Man kann WhatsApp auch nicht mehr öffnen und auch keine Sicherungskopien der Chatverläufe mehr ziehen.

    Gleichzeitig kann man dann die Chatverläufe aber auch nicht mehr zu anderen Messengern umziehen.


    Sobald diese "Schonfrist" abgelaufen ist, wird der Account inaktiv gesetzt. Inaktive Accounts werden nach einiger Zeit automatisch gelöscht.


    WhatsApp hat sich bislang noch nicht dazu geäußert, wie lange die Schonfrist laufen soll. Man soll aber immer noch die Möglichkeit haben/bekommen, den Nutzungsbedingungen zuzustimmen, um den Account wieder aktiv nutzen zu können.

    FFP2 Masken

    Seit dem 08. Februar (KW 06) bieten diverse Handelsketten FFP2-Masken ab 99 Cent das Stück an "dauerhaft im Angebot".

    In KW 07 senkten einige den Preis schon auf 89 Cent.


    Mir persönlich ist es nicht gelungen, auch nur eine einzige dieser angebotenen Masken zu sehen. Nur die Schilder sind überall zu sehen.

    Stattdessen liegen jetzt aber direkt daneben Masken im Doppelpack für 3,99 Euro.


    Alltagsmasken

    In den meisten Läden soll man medizinische Masken (OP-Masken, N95, KN,95 FFP2 Masken) tragen.

    Man möchte es glatt schon als "Leute Verar..." bezeichnen, wenn Läden einerseits den Zutritt mit Alltagsmasken groß auf Schildern am Eingang und an der Kasse verbieten, gleichzeitig aber genau solche Masken relativ teuer verkaufen.


    Antibeschlagtücher für Brillen

    Speziell beworben für den Fall, dass die Brille beim Tragen von Masken beschlägt.

    Eigentlich sind es nur Tücher, die in einer Seifenlösung getränkt und dann getrocknet wurden.

    Diese Tücher bekommt man schon immer für Autoscheiben für 1-2 Euro. Optiker verlangen dafür jedoch sagenhafte 10 Euro.

    Texas ist fast schon das Paradebeispiel von "nur tun, was wirklich unbedingt notwendig ist". Normalerweise sorgt man für Redundanzen und Zusatzreserven. Gleichzeitig sorgt man auch für Fälle vor, die selten auftreten können.

    Wenn also etwas ausfällt, hat man etwas Gleichwertiges und Ersatzteile auf Reserve. Wenn man einen bestimmten täglichen Bedarf hat, hat man trotzdem immer etwas mehr vorrätig. Auch wenn man etwas selten braucht, hat man es doch für den Notfall betriebsbereit.


    In Texas ist man der Meinung, dass man nur das staatlich regeln muss, was unbedingt nötig ist.

    Reserveleistungen, die man nicht regelmäßig braucht, kosten nur unnötig Geld. Vorbereitungen für besondere Ereignisse, die nur selten auftreten, verursachen auch nur überflüssige Kosten. Umweltschutz braucht man nicht, weil es ja bisher auch perfekt klappte.

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    In Texas gibt es nur selten "wirklich harte Winter".

    Man ist eher heiße Sommer als kalte Winter gewohnt. Heizungen sind daher - wenn überhaupt - dann nur auf schwache Kälteeinbrüche ausgelegt. Man war also überhaupt nicht auf ein Schneechaos vorbereitet.

    Es fehlte die Vorsorge für so einen Extremfall.


    Texas setzt vorrangig auf fossile Energieerzeugung.

    Als die ersten Leitung wegen des extremen Frosts platzten, gab es keinen Ersatz für die ausfallenden Kraftwerke. Es fehlte an Reserven.


    Obwohl Windkraftanlagen auch eingefroren waren, war es einfacher und schneller, sie wieder in Gang zu setzen als die hochkomplexen und aufwändigen anderen Anlagen. Es fehlte nicht nur an Reserven , sondern auch an Redundanzen und Alternativen.


    Texas hat kaum Verbindung zu anderen Bundesstaaten, was die Energieversorgung betrifft.

    Man fühlte sich bisher energetisch so stark, dass es kaum Verbindungen gibt, die einen extremen Energiebedarf von außen her decken kann.

    Als das Chaos begann, und die ersten Kraftwerke ausfielen, konnte man nicht schnell noch aus anderen Bundesländern die nötige Energie heranschaffen.


    Millionen Menschen hatten weder Heizung, noch Strom oder Wasser. Es gab viele unnötige Tote. Texas stand kurz vor dem totalen Zusammenbruch aller Versorgungen im ganzen Bundesstaat.


    Im Nachhinein wird gerade der alternativen Energieerzeugung die Schuld dafür zugeschrieben - obwohl über 80% der Energieerzeugung durch fossile Brennstoffe erfolgt.

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    Den Preis für das Versagen mussten nicht nur die Todesfälle bezahlen. Auch die Energiekosten sind nicht reguliert.

    "Angebot und Nachfrage regeln den Preis" Plötzlich entstand ein enormer Bedarf an Energie und die Preise stiegen gleichermaßen. Einige Einwohner haben Stromrechnungen im 5stelliger Höhe (über 10.000 Dollar) für diese kurze Verbrauchszeit erhalten.

    Der Inzident steigt. Der R-Wert steigt. Erhöhtes Infektionsrisiko bei Mutationen.

    Egal, wen man fragen will: Alle scheinen zu denken, dass diese paar Aussagen und Werte schon ausreichen um zu zeigen, dass wir den Kampf gegen die Epidemie schon verloren haben - oder - wir müssten noch härtere Maßnahmen ergreifen.

    Mancherorts scheint regelrechte Panik auszubrechen.


    Schaut euch aber mal an, was an manchen Orten so passiert ist. Da haben sich in einer einzigen Firma gleichzeitig über 200 Mitarbeiter gegenseitig infiziert.

    Das hatten wir schon mehrmals. Weil damals die Infektionszahlen ein Vielfaches der aktuellen betrugen, machte es sich aber nicht groß bemerkbar.

    Bei den aktuell relativ niedrigen Infektionszahlen schlagen aber selbst diese 200 direkt auf die Wochenstatistiken durch.


    Hier eine Firma, dort eine Klinik und andernorts wieder ein Alters- oder Pflegeheim. Überall gibt es lokal größere Infektionen, die zusammen genommen die Statistiken nach oben treiben.

    In wenigen Wochen fallen diese Fälle dann wieder weg und "wundersamerweise" fallen damit auch der Inzident und der R-Wert und es wirkt als wenn es "grandiose Erfolge" gegeben hätte.


    Bleibt ruhig und gelassen. Schlagartig hohe Werte sind kein Grund für irgendeine Panik. Noch weniger sollten sie dazu verführen, dass man den Kampf gegen das Virus als aussichtslos ansieht.


    Irgendwie werden wir es schon hin bekommen. Wir müssen dazu aber weiter am Ball bleiben. Nur nicht aufgeben.