Beiträge von Ratgeber

    Dir ist das ganze Theater viel zu umständlich und zeitaufwändig ? Beauftrage doch einfach einen Zulassungsservice damit.

    Bisher dachte ich mir auch immer: "Das kostet doch extra Geld. Das spare ich mir, nehme einfach einen Tag Urlaub und mache es eben selbst"


    Erstmalig habe ich deshalb telefonisch einen Zulassungsdienst damit beauftragt und auch gleich "daneben gegriffen"

    Termin bei der Zulassungsstelle wäre absolut zu spät gewesen. Ab und Anmeldung mussten zeitnah erfolgen.


    Telefonische Nachfrage:

    "Termin Montag um 8:30 Uhr. Alle nötigen Unterlagen gleich mitbringen. Um 14 Uhr ist dann alles fertig und kann abgeholt werden"


    Termin wegen längerer Fahrtzeit nicht schaffen können. Kurzer Anruf, dass ich eventuell noch eine halbe Stunde länger brauchen werde. "Wird sich dann eben alles nach hinten verschieben" dachte ich mir.


    "Okay. Die Zulassung können Sie dann morgen abholen. Wir haben eine Vereinbarung, dass wir um 9 Uhr alles einreichen. Was später kommt, wird erst am nächsten Tag bearbeitet. Bis 9 Uhr können Sie es sowieso nicht schaffen"


    Für das Bringen der Unterlagen hatte ich mir extra Urlaub nehmen müssen. Eine Verspätung von 30 Minuten sollte mich also einen weiteren Urlaubstag kosten.


    Ein anderer Dienst war erheblich flexibler und serviceorientierter.

    Im Normalfall wären die Unterlagen abgeholt und später auch gebracht worden. In meinem Fall brachte ich die Unterlagen zu einem Treffpunkt und bekam rund 1,5 Stunden später einen Anruf, wo ich denn gerade wäre. Das Material wurde mir gebracht


    - Kein Termin nötig

    - Abhol- und Bringservice

    - "Ergebnis" erheblich früher... obwohl erst eine Stunde später beauftragt.


    FAZIT

    Schaut bei Zulassungsservices, ob sie die Unterlagen nicht auch abholen und bringen können. Dann braucht ihr nicht extra dorthin und eventuell Urlaubstage verschwenden.


    Wenn "Termine vergeben werden", fragt vorher nach, ob es eventuell auch etwas später sein darf.

    Falls nicht, sucht einfach weiter

    Ein Fahrzeug abzumelden oder neu zuzulassen ist immer ein ziemlich "bürokratischer Akt"

    Früher war es so, dass man zum Straßenverkehrsamt ging (in den meisten Städten ist dort auch die Kfz-Zulassungsstelle angesiedelt)

    Dort zog man sich eine Wartenummer und wartete geduldig ab, bis die eigene Nummer aufgerufen/angezeigt wurde.


    Abmelden (außer Betrieb setzen)

    Kfz-Brief II (früher Kfz-Schein genannt) + alle Kennzeichen müssen mitgebracht und vorgezeigt werden.

    - Dann losgehen, um das Kennzeichen zu entstempeln.

    - Wieder zurück, entstempelte Kennzeichen vorzeigen und dann mit dem Zahlungsbelegt zur Kasse oder Kassenautomaten.

    - Mit der Quittung zurück und dann wurde die Außerbetriebsetzung eingetragen.


    Während ein Kfz-Besitzer hin und her pendeln muss, ist der Bearbeitungsplatz belegt. Der Rest muss warten bis der Eine endlich fertig ist. Danach kann der Nächste dran,


    Fahrzeug neu anmelden/ummelden

    Wer meint., das mit dem Abmelden wäre umständlich, der hat noch nie ein Fahrzeug umgemeldet oder auf seinen Namen angemeldet.

    Jetzt brauchst du beide Fahrzeugbriefe. Einer wird ungültig gemacht bzw. vernichtet und neu ausgestellt im anderen wirst du als nächster Halter eingetragen . Ist der Brief schon voll, wird ein neuer ausgestellt.

    Prüfungsbericht der letzten HU (Hauptuntersuchung) + Ausweisdokumente + SEPA-Lastschriftmandat .. alles muss dabei sein.

    Dann entweder Wunschkennzeichen beantragen ... hoffentlich ist das Kennzeichen noch frei, für das man schon die "Bleche" hat. Falls nicht gewünscht (oder die Nummer nicht mehr frei ist) muss man neue Schilder anfertigen lassen.


    Dann muss das Landeswappen + die HU-Plakette zugeteilt werden. Das Aufkleben darf natürlich nur die/der SachbearbeiterIn erledigen.

    Umweltplakette gefälligst ? Musss man nicht unbedingt dort mitnehmen ... besser ist das aber, wenn man eine neue Nummer bekommt.


    Abmelden und auf die gleiche Nummer ein anderes Fahrzeug anmelden

    Vorsicht  Falle:

    Auf gar keinen Fall mit dem Fahrzeug, dessen Nummer dann für das nächste Fahrzeug sein soll, zur Zulassungsstelle fahren. Nachdem die Nummer auf ein andres Fahrzeug umgeschrieben wurde, hat das abgemeldete Fahrzeug keinen Versicherungsschutz mehr. Man darf damit also nicht mehr fahren .. auch nicht, wenn man die umgeschriebenen Kennzeichen noch einmal dort anbringt.


    Die Vorgänge sind eigentlich die gleichen wie oben. Nur braucht man keine neuen Schilder .. man nimmt eben das alte Kennzeichen als Wunschkennzeichen. Das kostet weniger als neue Schilder anfertigen zu lassen.

    Die Umweltplakette kann man sich natürlich auch vorher in irgendeiner Werkstatt holen ... wobei dann natürlich durchaus fraglich ist, ob das nächste Fahrzeug die gleiche Einstufung hat.


    Als ob das Ganze nicht schon umständlich genug wäre, haben jetzt einige Zulassungsstellen das mit dem "ohne Termin kein Service" einfach aus der Anfangszeit der Corona-Pandemie beibehalten.

    Bei meiner Stadt kann man pro Termin nur einen einzigen Verwaltungsvorgang vornehmen lassen. Abmelden + Ummelden zählt als ein Termin. Wer dann jedoch noch ein weiteres Fahrzeug abmelden will, braucht dafür noch einen anderen Termin.


    ...

    Nach der ersten Woche hat sich Folgendes heraus gestellt:


    Der Arbeitsweg hilft dabei, Arbeit und Privatleben zu trennen

    Mit dem Feierabend endet die Arbeitszeit. Der Heimweg hilft dabei, sich mental von der Arbeit abzukoppeln.


    Es ist durchaus von Vorteil, wenn man einfach nicht länger arbeiten kann

    Der angeschlossene Rechner auf der Gegenseite schaltet sich zu einer bestimmten Zeit eigenständig ab und fährt auch erst zu einer gewissen Uhrzeit wieder hoch.

    Man kann also gar nicht in Versuchung kommen, außerhalb der normalen Arbeitszeit arbeiten zu wollen.


    Technisch bedingt, muss der Gegenrechner länger in Betrieb sei (z.B. wegen nötigen Updates) und morgens fährt er auch bedeutend früher hoch. Diesen Zeitpuffer könnte man also trotzdem noch zusätzlich nutzen. Das sollte man aber nur in dringenden Fällen machen und nachdem es mit der Firma abgeklärt ist.


    Grund dafür ist, dass die Firma mitverantwortlich ist, dass die gesetzlichen Pausenzeiten auch eingehalten werden.


    Ohne direkten Zugriff auf die Dateien in der Firma braucht man Ersatzlösungen

    Die Systeme sind datentechnisch getrennt. Ich kann also nicht einfach etwas im Homeoffice scannen und in der Firma ausdrucken lassen.


    Beim ersten Mal musste noch ein Kollege helfen. Er bekam die entsprechende Datei über eine Mailadresse, die ich für die Geräteeinrichtung hatte anlegen müssen.

    Später habe ich mir die Dateien auf die gleiche Art direkt auf den Gegenrechner gesendet und sie von dort aus wieder in Papierform ausgeben lassen.


    Theoretisch könnte ich mir auf die gleiche Art auch wichtige Dateien von der Firma aus zusenden.

    Dieser Weg birgt aber Sicherheitsrisiken. Aus diesem Grund sollte man es eben nicht machen.


    In meinem Fall kann ich die "wichtigen Dateien" direkt am Gegenrechner erstellen. Sie bleiben also im geschlossenen System der Firma. Das Abfangen von Scans aus dem Homeoffice bringt dem Datendieb jedoch keinerlei Erkenntnisse.


    Natürlich kann ich nicht sehen, ob auch wirklich ausgedruckt wird und um die Drucke herauszunehmen und abzulegen braucht es immer noch die Mithilfe von KollegInnen vor Ort.

    Da ich jedoch fast papierlos arbeite, wird das langfristig kein Problem darstellen.


    Materialverbrauch

    Das Material für handschriftliche Notizen habe ich mir schon direkt mitgenommen. Im ganzen Jahr verbrauche ich im Homeoffice zusätzlich noch 52 Blatt Papier- aber auch nur, bis ich auch dafür eine digitale Lösung gefunden habe.

    Finde ich keine, muss ich mir wohl doch eine Packung Papier kaufen, die dann für fast 10 Jahre reichen wird :lach:


     Zusatzkosten Homeoffice kontra Einsparung der Arbeitswege

    Das muss man natürlich erst ganz akribisch ausrechnen. Im normalen Arbeitsalltag verbrauche ich zuhause während meiner Abwesenheit Null Energie für Heizen und Strom für Computer & Co.

    Diese Kosten fallen jetzt während der Arbeitszeit im Homeoffice an.


    Im Gegenzug habe ich dafür aber keine Kosten und Verschleiß für den Weg zur Arbeit und zurück. Der Wagen bleibt vor der Tür stehen und wenn es fußläufig erreichbare Geschäfte und andere Sachen geben würde, könnte ich ihn komplett abschaffen.


    Für alle, die in einer Stadt leben, wird Homeoffice wohl die ideale Möglichkeit sein, die Haushaltskosten zu senken.

    Wenn die Familie tagsüber sowieso zu Hause ist, stehen die relativ hohen Fahrzeugkosten nur dem erhöhten Stromverbrauch durch den Rechner & Co. gegenüber.

    In der Wirtschaftswoche ist von einem Fall zu lesen in dem sich die Betreiberin einer Ladenkette darüber beschwert, dass ihr die Stadtwerke nach Ablauf einer Preisbindung kein neues Angebot machen.


    Bisher hat sie pro Kilowattstunde Strom 4 Cent bezahlen müssen. Jetzt hat sie einen anderen Anbieter gefunden, der ihr die benötigten 1,5 Millionen Kilowattstunden für das Fünffache des bisherigen Tarifs liefern kann.


    Diese Zahlen muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen:


    4 Cent pro Kilowattstunde

    Der aktuelle Durchschnittspreis für 1 kWh beträgt 51 Cent. Im Januar stand er noch auf 36,19 Cent

    "Das Fünffache" hört sich wahnsinnig teuer an ... sind aber doch nur 20 Cent pro kWh


    1,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr

    Der Durchschnittshaushalt verbraucht 3.500 kWh im Jahr

    Die 5 Filialen der Ladenkette verbrauchen im Jahr so viel Strom wie 428 Haushalte zusammen.


    Bisher war es üblich, dass Strom ab einer gewissen Abnahmemenge immer günstiger wurde. Wer sehr wenig braucht, zahlte dafür dann entsprechend hohe Gebühren.


    Jetzt ist es vorbei mit der verbilligten Stromverschwendung.

    Da der Lebensmitteleinzelhandel in den letzten Monaten die Preise fast durchweg um durchschnittlich 50% angehoben hat .. "weil ja die Energiekosten so steigen" ... muss er jetzt eben auch das mehr zahlen, was er die ganze Zeit als Grund für die Preissteigerungen angegeben hat.


    Das Mitleid des Normalverbrauchers wird sich da wohl in Grenzen halten, wenn er sieht, dass er selbst immer noch mehr als das Doppelte zahlen muss, über das die Filialbesitzerin da so weinend klagt.

    Trotzdem subventioniert er auch weiterhin die Stromkosten der Ladenkette .. auch ohne weitere Preiserhöhungen auf Lebensmittel.


    Für Ladenbesitzer ist es jetzt eben an der Zeit auch mal in energiesparende Geräte und Beleuchtung zu investieren... aber dann erreichen sie ja nicht mehr ihre zugesagte Abnahmemenge .. und dann müssen sie wieder mehr pro kWh zahlen.

    Heute nun zu einer anderen Art zu telefonieren


    Softphone


    Wikipedia gibt dazu aktuell nur "Wissen aus dem vorigen Jahrhundert". Da wird noch von ISDN-Karten im Rechner gesprochen als ob es keine Internet-Telefonie geben würde.


    Ja genau darum geht es nämlich bei Softphone: Telefonieren über eine Datenleitung und nicht über eine Telefonleitung.


    Im Homeoffice der größte Vorteil: 

    Man telefoniert nicht mit einer "fremden Nummer" hinaus, sondern mit der seiner eigenen Firma.

    Für den Angerufenen ist das ein 100%iger Wiedererkennungwert, den man weder über Handy noch über normales Telefon bekommt.

    Dazu muss das Softphone natürlich auch über die Firma bezogen/angemeldet sein.


    Der größte Nachteil eines Softphones:

    Wenn man telefonieren und selbst angerufen werden will, muss der Rechner auch laufen,

    Im Homeoffice spielt das natürlich keine Rolle: Wenn man arbeitet, läuft der Rechner und wenn Feierabend ist, dann ist eben Feierabend.


    Eine sehr gute Erklärung zu den Möglichkeiten eines Softphones habe ich unter https://www.placetel.de/ratgeber/softphone gefunden.


    Das Problem mit der stabilen Datenverbindung sollte heutzutage kaum noch eins sein. Da viele Telefonanschlüsse längst schon VoIP laufen, würde sich der Ausfall eines Internetknotenpunktes auch auf das normale Telefon auswirken.


    Ich kenne einige Personen, die schon seit Jahren auf diese Art erreichbar sind. Bislang wusste ich teilweise nicht einmal, dass sie im Homeoffice arbeiten. Nur die ganz direkte Nachfrage brachte es an den Tag.